Zukunft des Amateurfunks

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Oft hörst Du auf den Bändern : „ Der Amateurfunk stirbt aus !“ „ Es gibt keinen Nachwuchs mehr !“ usw…

Meist sprechen ältere, erfahrene Amateurfunker so, Leute, die bewundernswert perfekt morsen können, die sich hervorragend mit der Röhrentechnik auskennen, die zu den Pionieren der Transistortechnik gehören, die komplette Sender und wunderbare Antennen selber bauen können, ja, die auf vielen Gebieten die Voraussetzungen für die heutige Technik geschaffen haben. Oft sind das aber auch die Leute, die sich für neuere Techniken wie digitale Übertragungen nicht mehr interessieren, was ja ihr gutes Recht ist.

ABER:

Genau in diesem Bereich findest Du viele aktive Funkamateure, die die Verbindung von Funk- und Computertechnik vorantreiben und dort viele neue Dinge aufbauen. Die Zukunft auch des Amateurfunks liegt mit Sicherheit in den digitalen Anwendungen.

Beispiele: Zur Zeit (2010 ) wird gebaut an HAMNET, D-STAR, XREFLEKTOR, ja sogar ein TETRA-Relais ( DB0DS ) ist schon qrv. – hier findet eine rasante Entwicklung statt, die scheinbar von Vielen gar nicht bemerkt wird.

Vielleicht liegt das auch daran, dass die Erbauer und Entwickler lieber bauen und entwickeln, anstatt dauernd über jede neue Schraube zu berichten, was ja verständlich wäre. Und ich will hier auch nicht in aller Breite darüber schreiben, denn wir haben ja das Internet und damit ausreichend viele Möglichkeiten, uns zu informieren.

Hier nur eine kleine Auswahl interessanter Quellen , die mir beim Stöbern aufgefallen sind:

http://www.db0hb.de = das gute alte Paket-Radio

http://www.db0ds.de = D-Star-Infos,die haben sogar schon ein TETRA-Relais in Betrieb

http://de.xreflector.net = Infos zu D-Star, auch zu Hamburger Aktivitäten

http://www.db0res.de = HAMNET – Infos


Hier in Hamburg arbeiten schon eine Reihe von D-Star-Relais ( DM0HMB, DB0SAT ), und deren Vernetzung über Linkstrecken und/oder HAMNET/INTERNET wird ständig ausgebaut. Und auch auf der Kurzwelle sind Funkamateure dabei, neue Betriebsarten mit fantastischen Ergebnissen zu entwickeln wie ALE (Automatic Link Establishment, siehe http://www.hflink.com ) oder WSPR/WSJT, wo Du mit kleinsten Leistungen und Rechnerhilfe sichere weltweite Verbindungen herstellen kannst ( siehe http://dl0tud.tu-dresden.de/~dm3ml/Artikel/WSPR.pdf ) usw.usw...

Wenn ich bei Euch Lesern Appetit auf neue Betriebsarten geweckt habe, dann googelt einfach mal unter den genannten Begriffen und Ihr werdet sehen, wie lebendig die Welt der Funkamateure ist ! Die Technik ändert sich ständig, und damit auch ihre Interessenten. Jüngere Leute sind daran gewöhnt, mit PC, Internet usw. umzugehen und verwirklichen dort ihre Vorstellungen. Die Idee aus Finnland, Amateurfunk als Schulfach einzuführen, greift richtiger Weise genau da an, wo junge Leute sind. Wenn wir dieses Potential ausschöpfen ( und zum Teil geschieht das seit langem), wird sich unser hochinteressantes Hobby auch weiterhin als Quelle neuer Techniken in der Kommunikationselektronik bewähren.

Der Amateurfunk stirbt überhaupt nicht aus. Wer das behauptet, ist einfach nur schlecht informiert !Winni, DL3XU

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