Userzugang zum HAMNET

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Der Userzugang zum HAMNET erfolgt mit dem Amateurfunk angepassten WLAN Komponenten. Beim Funkamateur zuhause verbindet man diese dann entweder mit einem einzelnen PC oder dem Heimnetzwerk.


Inhaltsverzeichnis

Zugangspunkte

Das Hauptaugenmerk der HAMNET Netzbetreiber lag anfangs primär im Aufbau eines flächendeckenden Netzes. Natürlich wollen auch die Benutzer an diesem Netz teilhaben und es entstehen auch immer mehr Zugangspunkte. Im laufe der Zeit wurde die Hamnet-DB entwickelt, in die die Netzbetreiber Linkstrecken und Userzugänge dokumentieren können. Diese können dann auch auf einer Karte dargestellt werden und jeder Benutzer kann dort einen Zugangspunkt in seiner Nähe suchen. In der Landkarte der Hamnet-DB Map sind diese Standorte zusätzlich mit einem "U" gekennzeichnet.

Zugänge in Deutschland

Hier ist eine Tabelle, die die ersten Zugänge in Deutschland auflistet. Sie kann und sollte kontinuierlich erweitert werden, wenn es neue Zugänge gibt. Hier eine Auswahl der bisherigen Zugangspunkte:

Call Standort Frequenz Technische Daten
DB0ABZ Salzgitter 5695MHz 10MHz Süd
DB0ABZ Salzgitter 5795MHz 10MHz West
DB0AIS Mörfelden-Walldorf 2397MHz 5MHz Omni
DB0ATS Messe AG Hannover 5695MHz 10MHz Nord-Nord-West
DB0FC Braunschweig 3455MHz 10MHz Nord-Nord-Ost
DB0FC Braunschweig 5695MHz 10MHz Omni
DB0FC Braunschweig 5795MHz 10MHz Süd-Ost
DB0KTB Köterberg 5695MHz 10MHz Süd-Ost
DB0OHA Osterode am Harz 5695MHz 10MHz Süd
DB0ROD Deister 5695MHz 10MHz Nord-West
DB0ROD Deister 5795MHz 10MHz Ost
DB0SHG Süntel 2362MHz 5MHz Süd-Ost
DB0SHG Süntel 2397MHz 5MHz Süd-West
DK0MAV Peine 5705MHz 10MHz Nord-Ost
DK0MAV Peine 5705MHz 10MHz West
DK0MAV Peine 5745MHz 10MHz Süd
DK0MAV Peine 5775MHz 10MHz Nord-West
DK0MAV Peine 5775MHz 10MHz Ost
DL0PE Peine 5695MHz 10MHz West
DB0BI Bielefeld 2362MHz 5MHz vert. Omni (in Betrieb)
DB0BI Bielefeld 5695MHz 10MHz vert. 14dBi nord + süd 15km (in Betrieb)
DB0GOS Essen 2397MHz 5MHz vert. 12dBi Omni 25km (Testbetrieb)
DB0GOS Essen 5695MHz 10MHz vert. 12dBi Omni 15km (Testbetrieb)
DB0HMK Hameln 2397Mhz 5Mhz Ost (Stadtgebiet in Betrieb)
DB0HOB Rosenheim/ Hochries (1540m) 5695MHz 5MHz vert. 12dBi 25Grad Richtung Nord (in Betrieb)
DB0HOB Rosenheim/ Hochries (1540m) 2397Mhz 5Mhz vert. 12dBi 25Gard 17km (Stadtgebiet in Betrieb)
DB0HRO Rostock 2362MHz 5MHz vert. 12dBi Omni 15km (in Planung)
DB0HRO Rostock 5695MHz 10MHz vert. 12dBi Omni 10km (in Planung)
DB0HRF Gr.Feldberg/Ts. 2362MHz 5MHz vert. Nord/Süd
DB0HRF Gr.Feldberg/Ts. 2362MHz 5MHz hor. Ost
DB0ZAV Rendel 2397MHz 5MHz Sektor 90° Richtung Süd-West
DB0NDF Niederdorfelden 2362MHz 5MHz Omni vert. 45°- 360° Umkreis
DB0KIB Kiel 5705MHz 10MHz Dual Linear Beam 150°- 210° in Richtung Süden
DB0IL Kiel 5805MHz 10MHz Omni vert. 15km
DB0IUZ Bochum 2397MHz 5MHz vert. 12dBi Omni 15km (in Planung)
DB0IUZ Bochum 5695MHz 10MHz vert. 12dBi Omni 10km (in Planung)
DB0KN Grandsberg 2397 MHz 5 MHz vert. 12 dBi Omni (in Betrieb)
DB0MHB Münchshofer Berg 2412 MHz 15 dBi Omni, Testbetrieb im ISM-Band. Genaueres (Passwort) bitte erfragen
DB0MU Westerberg / Baumberge / Münsterland 2397MHz 5MHz vert
DB0NOS Oerlinghausen 2397MHz 5MHz vert, 12dBi Omni 15km (in Betrieb)
DB0NOS Oerlinghausen 5695MHz 10MHz hor./vert. 16dBi, 25° Richtung Süd 10km (in Betrieb)
DB0RES Rees 2397MHz 5MHz vert. 12dBi Omni 15km (Testbetrieb)
DB0RES Rees 5695MHz 10MHz vert. 12dBi Omni 10km (Testbetrieb)
DB0PAS Passau-Kellberg 2397MHz 5MHz vert. Omni (lizenziert, in Betrieb)
DB0HUP Universität Passau 2397MHz 5MHz vert. Omni (lizenziert, in Betrieb)
DB0TVP Passau-Oberhaus 2362MHz 5MHz vert. Omni (lizenziert, in Betrieb)
DB0WGS Wegscheid 2397Mhz 5Mhz vert. 12dBi Omni (Testbetrieb)
DB0TVM München 2327MHz 5MHz vert. Süd (in Betrieb)
DB0TVM München 2332MHz 5MHz vert. Nord (in Betrieb)
DB0WAI München 2362MHz 5MHz hor 6dBi Omni (in Betrieb)
DB0HSR Regensburg 2362MHz 5MHz vert 7 dBi Omni (in Betrieb)
DB0ZFM Münster 2397MHz 5MHz vert 11dBi Richtung Süd (in Betrieb)
DB0ZFM Münster 2397MHz 5MHz vert 11dBi Richtung NordOstOst (in Betrieb)
DF0LBG Löwenstein 2397MHz 5MHz vert 9 dBi Omni (lizenziert, in Betrieb)
DB0LBG Löwenstein 5695MHz 10MHz hor. Richtung 220° (lizenziert, in Betrieb)

Userzugangs-Hardware

Zur Realisierung eines Userzugangs bei einem HAMNET Knoten kann z.B. WLAN Equipment von Ubiquiti oder Mikrotik zum Einsatz kommen. Die meisten handelsüblichen WLAN-Router können nicht auf die Amateurfunk-QRG und 5 MHz Bandbreite konfiguriert werden. Weitere Details findet man auf der Seite Zugangshardware für User hier im Wiki.

Konfigurations-Hinweise

Mikrotik Router

Eine ausführliche Anleitung findet sich im wiki des OEVSV unter (Anleitung OEVSV)

Grundsätzlich sollte man die Client Config mit dem jeweiligen Sysop des zu verwendenden Usereinstiegs abstimmen!

Ubiquiti Router

Folgende allgemeine Hinweise müssen bei Ubiquiti Routern beachtet/eingestellt werden:

  • WICHTIG! Ab der Firmwareversion 5.5.8 kann man das Land "Compliance Test", welches die Amateurfunkfrequenzen enthält, nicht mehr direkt anwählen. Ubiquiti hat jedoch eingesehen, dass wir Funkamateure diese Frequenzen nutzen dürfen und hat den Funkamateuren einen Patch bereit gestellt. Wie man firmware-Versionen ab 5.5.8 dennoch einsetzen kann, steht weiter unten.
  • Nach Änderungen auf einer Seite, muss man sie unten speichern mit Change und dann erscheint oben eine Abfragezeile, die man mit Apply bestätigen muss.
  • AirMax:
    • Diese Funktion muss aktiviert sein, aber die AirMax Priority bleibt auf None.
  • Wireless:
    • Der Mode ist Station.
    • WDS ist aus bei Userzugängen.
    • SSID ist abhängig vom Zugang; sie kann HAMNET sein, oder das Call des Repeaters. Über die Scanfunktion kann man nach Eingabe der Amateurfunk-Frequenz(en) nach vorhandenen Netzen suchen und so die SSID erkennen.
    • Country Code: Compliance Test. (Ab Version 5.5.8 siehe unten!)
    • IEEE 802.11 Mode: Sollte B/G mixed sein. Wenn ausgegraut, dann einfach ignorieren.
    • Channel Width: in der Regel 5Mhz oder 10MHz. Durch Scan ermitteln, wenn nicht bekannt.
    • Frequency Scan: aktivieren und bei 2.3er Zugängen eintragen: 2362 und/oder 2397. Das sind die beiden koordinierten Frequenzen nach IARU Bandplan.
    • Output Power: erst mal auf volle Leistung stellen. Je näher man am Repeater ist, umso weniger muss man senden. Wenn alles optimal ausgerichtet ist, kann man hier später die Leistung reduzieren, bis man auf der Seite MAIN deutliche Verluste in der Verbindungsqualität erkennt.
  • Network:
    • Mode: Router
    • WAN oder Wireless Network: je nach Version muss man als erstes das WLAN Interface als WAN auswählen oder das WLAN ist bereits fest vorgegeben.
    • DHCP aktivieren für die Wireless Strecke. Die Adresse wird vom Repeater vergeben.
    • NAT aktivieren.
    • LAN IP Address: hier muss eine passende IP aus dem eigenen Netzwerk eingesetzt werden. Siehe Hinweise zur Netzwerkanbindung im nächsten Abschnitt.
    • DHCP Server ist in der Regel deaktiviert, denn bei einer Integration in das Heimnetz ist fast immer schon ein DHCP-Router vorhanden oder man verwendet feste Adressen.
    • UPnP sollte deaktiviert bleiben.
  • Advanced:
    • Hier können in der Regel die Standardwerte übernommen werden.
  • Services:
    • SNMP aktivieren, Community: public, Contact: <eigene Mailadresse>, Location: <Ort>.
    • NTP aktivieren, NTP-Server etweder lokal wenn vorhanden oder einen auswählen im Serviceverzeichnis#NTP, der sich in der Nähe befindet.
    • Discovery und CDP auf enabled setzen.
  • SYSTEM:
    • Check for Updates sollte man deaktivieren. (A) Geht das im Hamnet sowieso nicht und (B) gibt es ja das bekannte Problem ab V.5.5.8.
    • Devicename: <eigenes Call> (Dieses wird durch die obige Aktivierung von Discovery und CDP mit ausgesendet, was nach Amateurfunkgesetzt notwendig ist).
    • Timezone bleibt auf GMT, die im Amateurfunk übliche Zeit.

Wenn dann alles funktioniert, kann man auf dem Blatt SYSTEM unten die Konfiguration auf dem eigenen Rechner abspeichern. Eine bebilderte Anleitung, die mit den Hinweisen oben fast überereinstimmt, findet man unter [ruhrlink.org HF-Zugang]

Ubiquiti Patch

Hat man eine Version >= 5.5.8, so ist ein einmal anzuwendender Patch notwendig, damit in der Länderliste wieder der "Compliance Test" ausgewählt werden kann. Dieser Patch kann bei Andreas Kleiner, DG4OAE gegen Bestätigung einer NDA erfragt werden. Mit der Bestätigung der NDA verpflichten die Funkamateure sich, diese Information nicht zu veröffentlichen. Damit wird sichergestellt, dass keine unbefugten Personen den Compliance test auswählen können und Ubiquiti seine von der Regulierungsbehörde geforderten Auflagen einhält.

Einbindung im Netzwerk

Die Einbindung in das eigene Netzwerk zuhause kann auf verschiedene Arten geschehen und ist auch aus rechtlichen Aspekten zu betrachten. Nutzen z.B. Familienmitglieder das Heimnetz, die nicht im Besitz einer Amateurfunkzulassung (alt: Lizenz) sind, dann darf man den Hamnet-Router nicht in das Heimnetz einbinden.

Anbindung eines PC

Kann man nicht sicherstellen, dass keine nicht-zugelassene Person das Netzwerk nutzt, muss man die Netze trennen und einen einzelnen PC oder ein kleines, separates Netzwerk an den Hamnet-WLAN-Router anschließen. Der WLAN-Router ist auf seiner Funkschnittstelle auf "Netzwerkadresse automatisch beziehen (DHCP-Client)" einzustellen. Er bekommt seine WLAN-IP vom Hamnet-Netzknoten. Auf der LAN-Seite legt man eine IP-Adresse fest, die die Standardgateway-Adresse für den PC, bzw. das Mini-Netz fungiert. Für die LAN-Seite kann man den DHCP-Server des WLAN-Routers aktivieren, oder man vergibt feste IP-Adressen an den PC, bzw. an die PC's im Mini-Netz.

Einbindung in das Heimnetz

Beispiel für reinen Amateurfunkbetrieb

Der WLAN-Router ist auf seiner Funkschnittstelle auf "Netzwerkadresse automatisch beziehen (DHCP-Client)" einzustellen. Auf der LAN-Seite legt man eine IP-Adresse fest, die der Gateway für das Netz 44.0.0.0/8 wird. Alle IP-Adressen im HAMNET liegen im AMPR-Net und beginnen mit 44. Die /8 bedeutet, dass die ersten 8 Bit der Adresse das Netzwerk sind und der Rest sind die möglichen Hosts. Eine andere Schreibweise für /8 ist 255.0.0.0. Die IP auf der LAN-Schnittstelle muss in das vorhandene Netzwerk passen. Die Route zum HAMNET trägt man am einfachsten auf dem vorhandenen Internet-Router ein, wenn dieser diese Möglichkeit bietet. Oft ist diese Funktion versteckt und verbirgt sich hinter "Experten-Modus", "Erweiterte Netzwerkeinstellung" oder schlicht "Routing". Hier muss dann eine Zeile hinein die so aussieht:

Ziel: 44.0.0.0  Netzmaske: /8 oder 255.0.0.0  Gateway/via: <LAN-IP des HAMNET-Routers>

Ist die Einbindung einer Route im Internet-Router nicht möglich, muss man diese in jedem PC im Netz eintragen, mit dem man auf das HAMNET zugreifen will. Unter Windows-Systemen macht man dies in den Einstellungen des LAN-Adapters unter Netzwerkumgebung, LAN-Adapter, IPv4, Erweitert an. Bei aktuellen Linux-Systemen legt man mit den Networkmanager diese Route unter Verbindungen bearbeiten, Kabelnetzverbindung, IPv4, Routen an.

Familien- und Amateurfunknetz getrennt

Eine einfache, preiswerte Methode ist, das Shack über einen WLAN-Router mit WAN-Anschluss vom allgemeinen LAN zu trennen. So ein Router macht seinerseits nochmal NAT und hat seinen eigenen DHCP-Server. Als netten Nebeneffekt bekommt der OM sein eigenes WLAN. Kosten: Ab weniger als 20 EUR. Aufwand/nötiges Know-How: gering - WAN-Anschluss mit dem Haus-LAN verbinden, der Rest wie hier schon beschrieben.

Rechtliche Aspekte

Wie bei der Einbindung in das Netzwerk, gibt es weitere Dinge zu beachten.

Betrieb in Deutschland

  • Ein Funkamateur ohne Genehmigung für eine automatische Station (Relais), darf einen Router mit WLAN-Funktion geeignet für das HAMNET (Sender- und Empfänger) in seiner Station nur betreiben, wenn er vor Ort ist. Verlässt er seine Station, muss die WLAN-Funktion des Routers ausgeschaltet werden.
  • Bei eingeschalteter WLAN-Funktion muss sichergestellt sein, dass nur Person die IP-Verbindung (Routing) zum HAMNET nutzen, die im Besitz eines Amateurfunkzeugnis Klasse A sind.
  • Die Regelungen der Bundesnetzagentur/des Amateurfunkgesetzes erlauben in der Klasse E (DO-Lizenz) nicht die Nutzung von 2,3 oder 5,6GHz. (Stand Juni 2014)
  • Das allgemeine Datenschutzgesetzt sieht ausserdem vor, dass jeder Internetnutzer für die Sicherheit seiner IT-Geräte verantwortlich ist. Eine missbrächliche Nutzung aus oder zum Internet über Geräte mit oder ohne WLAN-Funktion zum HAMNET verantwortet der Betreiber.
  • Der Zugriff auf Geräte/Router mit WLAN-Funktion geeignet für das HAMNET muss so geschützt werden, dass eine Konfiguration, das Auslesen der Konfiguration oder personenbezogener Log-Daten ohne gültige sichere Zugangsdaten nicht möglich sind.

Betrieb in ...

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