THROB

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Lionel, G3PPT, entwickelte ein ebenfalls auf MFSK basierendes Übertragungsverfahren, das er THROB nannte, zu Deutsch: „Klopfen“.

Neun Töne mit einem Abstand von 8 bzw. 16 Hertz (ergibt eine Bandbreite von 72 Hz bzw. 144 Hz) werden einzeln oder als Paare ausgesendet, und zwar 1, 2 oder 4 Paare pro Sekunde. Das entspricht Übertragungsgeschwindigkeiten von 10, 20 oder 40 Wörtern pro Minute (WPM). Wegen des melodisch klingenden Ablaufs der Töne wird diese Sendeart auch „Throbharmonika“ genannt. Da jeder Ton relativ lange übertragen wird, können Rauschen und Impulsstörungen diesem Verfahren kaum etwas anhaben. Diese Robustheit gegen Störungen geht allerdings zu Lasten der Geschwindigkeit.

THROB setzt wie auch MFSK einen sehr stabilen Sendeempfänger voraus. Ein Drift von vier Hertz (!) lasst die Töne aus den Filtern laufen. Die automatische Frequenzkontrolle (AFC) von FLDIGI beispielsweise kann ein langsames Driften noch kompensieren. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist im Vergleich zu anderen Verfahren zwar etwas langsamer (in Bezug auf die verwendete Bandbreite), doch hat THROB im Vergleich zu MFSK Vorteile hinsichtlich Empfindlichkeit und Robustheit auch bei besonders schwierigen Ausbreitungsbedingungen.

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