Rauschtemperatur

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Die Rauschtemperatur ist eine rechnerische Größe zur Angabe der Stärke von Rauschen.

Erklärung

Ein ohmscher Widerstand gibt bei Anpassung eine bestimmte Rauschleistung ab.

  LaTeX: P_r = B \, k \, T
              Pr: Rauschleistung
              B: äquivalente Rechteckbandbreite
              k: Bolzmannkonstante
              T: absolute Temperatur des Widerstandes

Soll die Größe einer tatsächlichen Rauschleistung, zum Beispiel in einer Schaltung, angegeben werden, so kann das durch eine rechnerische Temperatur erfolgen. Es wird rechnerisch die Temperatur ermittelt, die ein ohmscher Widerstand haben müsste, um das vorhandene Rauschen zu erzeugen. Diese rechnerische Temperatur ist die Rauschtemperatur.

In der Praxis können ohne Weiteres Rauschtemperaturen von mehreren 1000 K auftreten. Kein Teil der betroffenen Schaltung ist natürlich so heiß. Das relativ starke Rauschen kommt einfach von anderen Rauscheffekten.

Anwendung

Soll für eine mehrstufige Schaltung das Gesamtrauschen errechnet werden, so kann das unter Verwendung der Rauschtemperaturen der einzelnen Stufen vergleichsweise einfach erfolgen. Dazu gibt es eine spezielle Formel.

Das thermische Rauschen, das eine Antenne "sieht", ist durch die absolute Temperatur des Hintergrundes bestimmt, der im Empfangsbereich der Antenne liegt. (Das betrifft nur das thermische Rauschen, nicht andere Rauschquellen wie z. B. athmosphärische Entladungen oder Störungen aus anderen Geräten und Anlagen - man made noise.)

Manchmal werden alle als Rauschen interpretierbare Störungen in eine Rauschtemperatur umgerechnet. Das ergibt meist höhere Rauschtemperaturen als durch das thermische Rauschen allein verursacht. Das ist z. B. im Kurzwellenbereich häufig der Fall.

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