RTTY

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RTTY (Radio-Tele-TYpe) ist die klassische Fernschreibbetriebsart. Die Zeichen werden in 5 Bit codiert und um ein Start- und ein Stopbit ergänzt. Der Ursprung aller digitalen Betriebsarten im Amateurfunk liegt im Funkfernschreiben. RTTY wird meist auf Kurzwelle ausgeübt. Es stammt noch aus Zeiten, als nur mechanische Maschinen zur Umwandlung der Buchstaben in den Datenstrom und umgekehrt zur Verfügung standen.

Im Jahre 1924 wurde der Code CCITT Nr. 2 als Standard im Amateurfunk vereinbart und öffnete erstmals nach einigen Jahren Entwicklungsphase mit unterschiedlichen Codes die Möglichkeit internationaler Kommunikation mit der digitalen Betriebsart RTTY. Der Code CCITT Nr.2 basiert auf einer Entwicklung von Jean-Maurice-Emile Baudot (1845-1903), einem französischen Telegrafentechniker, der bereits 1874 seinen Mehrfach-Telegrafen zum Patent angemeldet hatte.

Zur Übertragung von RTTY-Signalen wird ein FSK-Verfahren (Frequency Shift Keying) verwendet. Das heißt, die Nullen und Einsen des Datenstroms werden in eine Aussendung auf zwei Frequenzen mit geringem Abstand (170 Hz oder 850 Hz) zueinander umgewandelt. Werden diese zwei Frequenzen als niederfrequente Audiosignale aufbereitet und dann damit ein SSB-Sender moduliert, so spricht man vom AFSK-Verfahren (Audio Frequence Shift Keying). Die übliche RTTY-Geschwindigkeit im Amateurfunk ist 45,45 Baud (entsprechend 60 WPM).

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