Phasenmodulation

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Die Phasenmodulation (PM) ist eine Winkelmodulation einer Trägerschwingung, bei der der Phasenwinkel der modulierten Schwingung von dem der Trägerschwingung um einen Betrag abweicht, der proportional zur primären Zeichenschwingung ist. Dieser Abweichungsbetrag wird mit Phasenhub bezeichnet.

Bei der Phasenmodulation unterscheidet man zwischen der Phasenzustandsmodulation und der Phasendifferenzmodulation. Erstere ordnet einer bestimmten Binärzahl eine feste Phasenlage zu, z.B. entspricht binär "0" 90 Grad Phasenlage und binär "1" 270 Grad.

Bei der Phasendifferenzmodulation, die wegen der Störanfälligkeit der Phasenmodulation fast ausschließlich angewendet wird, werden die Binärzeichen durch die Phasendifferenz von zwei aufeinander folgenden Wechselstromimpulsen verschlüsselt. Bei diesem Verfahren werden mehrere Binärzeichen zu einem Wechselstromsignal zusammengefasst und übertragen.

Die Phasenmodulation wird in der Datenübertragungstechnik mit Modems in Form einer Phasenumtastung eingesetzt.

Quelle: http://www.itwissen.info/definition/lexikon/Phasenmodulation-PM-phase-modulation.html

Phasenmodulation und Quadratur-Amplitudenmodulation

Man stelle sich die Phase als einen rotierenden Zeiger vor, der im Uhrzeigersinn vier Quadranten eines Kreises beschreibt. In jedem Quadranten befindet sich ein Ort, den der Zeiger bei jedem Durchgang besucht. Nun sei es möglich, daß der Zeiger alle diese Orte besucht, aber auch, daß er einzelne Orte nicht besucht. Aus der Tatsache, welcher Ort besucht wurde oder nicht, kann ein Code abgeleitet werden. Die sogenannte Quadratur-Amplitudenmodulation (hier QAM-4) beschreibt vier Symbole von je 2 Bits, die somit übermittelt werden können.

00 01
10 11

Es gibt auch QAM-Varianten mit größeren Code-Matrizen wie QAM-16 (4x4) oder QAM-64 (8x8) oder gar QAM-256.

Literatur

  • Helmut Röder, Heinz Ruckriegel, Heinz Häberle: Elektronik 3.Teil, Nachrichtenelektronik. 5. Auflage, Verlag Europa Lehrmittel, Wuppertal, 1980, ISBN 3-8085-3225-4

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