PSK31

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PSK31 oder Phase Shift Keying mit 31 Baud (entspricht etwa 50 WPM) ist eine digitale Betriebsart, die überwiegend auf Kurzwelle genutzt wird. PSK31 ist so populär geworden, dass diese Betriebsart RTTY von der Spitzenposition quasi verdrängt hat. Vor allem im 20-m-Band sind oberhalb von 14.070 kHz nahezu rund um die Uhr Stationen aus aller Welt zu empfangen. Man findet dort eigentlich i m m e r einen QSO-Partner.

PSK31 wurde 1999 von Peter, G3PLX, vorgestellt. Ein einzelner Ton, der in der Phasenlage um 180 Grad gedreht wird, erzeugt die Binärzeichen 0 und 1. Ferner wird Varicode verwendet, um häufig vorkommende Zeichen kürzer zu kodieren und seltenere länger – wie beim Morsecode. Die Bandbreite eines PSK31-Signals ist mit 31,25 Hz sehr niedrig, was den Modus für Aussendungen mit kleiner Leistung und für volle HF-Bänder prädestiniert. Das in der entsprechenden Software zur Anwendung kommende sehr schmale DSP-Filter dekodiert noch Signale selbst dann, wenn kaum etwas zu hören ist.

Bei den meisten Programmen werden die Signale im so genannten Wasserfall-Diagramm abgestimmt. Das heißt mehrere empfangene Signale liegen alle im Durchlassbereich bspw. eines SSB-Filters (es wird immer USB verwendet!) und die Software zeigt parallel die Texte von mehreren Dutzend Stationen an. Per Mausklick kann dann auf die gewünschte Frequenz oder Station abgestimmt werden.

Seit einiger Zeit sind ebenfalls PSK63 mit 63 Baud sowie PSK125 mit 125 Baud gebräuchlich. Diese sind aufgrund der gegenüber PSK31 etwa doppelten bzw. vierfachen Übertragungsrate insbesondere bei Übertragung vorgefertigter, nicht direkt über die Tastatur eingegebener Texte sinnvoll (die entsprechenden Makros liegen dann auf sogenannte „Makrotasten“ oder den Funktionstasten F1 bis F12). Nachteilig ist die verdoppelte bzw. vervierfachte Bandbreite und das damit verbundene halbierte bzw. geviertelte Signal-Rausch-Verhältnis.

Von einigen Funkamateuren wird bemängelt, dass die „Makro-Funkerei“ inzwischen auch auf PSK31 übergegriffen habe. Nach deren Beobachtungen laufen mehr als neunzig Prozent der QSOs unter Verwendung von Makro-Standardtexten. Solche „Roboter“-Texte wirken kalt, weil unpersönlich.

Betrieben wird PSK31 im 500-Hz-Digitalbereich der gültigen Bandpläne (siehe DARC Bandplan) auf den folgenden Vorzugsfrequenzen: 1.838, 3.580, 7.040 [1], 10.140, 14.070, 18.100, 21.080, 24.920 und 28.120 kHz. Das jeweils unterste Kilohertz wird vor allem von QRP-Stationen genutzt, PSK63 und PSK125 werden gerne ab 2 kHz oberhalb der genannten Frequenzen betrieben.

Vorteile:

  • schmalbandig
  • populär, die zur Zeit beliebteste Schrift-Übertragung auf Kurzwelle, d. h. rund um die Uhr sind Gegenstationen zu finden
  • kein TXCO erforderlich!
  • SSB-Filter reicht - so sind auf engstem Raum mehrere Signale gleichzeitig zu lesen
  • weltweite Funkverbindungen auch mit kleiner Leistung (QRP, zum Beispiel 5 Watt)

Nachteile:

  • überwiegend "Makro-Funkerei" („F1 bis F12“), kaum Ragchew-QSOs
  • keine Fehlerkorrektur, anfällig ggb. Fremdsignalen und Störungen
  • durch Phasentastung anfällig für selektives Fading und Mehrwegempfang, für 160 m bzw. 80 m daher nicht ganz so gut geeignet, eben so wenig für VHF/UHF und höher

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[1] Das auf 7000 - 7200 kHz erweiterte 40-m-Band schafft seit dem 29. März 2009 die Möglichkeit, im IARU Region-1-Bandplan Digimodes zu fördern und ihnen erheblich mehr Raum als bisher zu geben, was aber auch mit einer Verlagerung verbunden ist. Es ist sehr bedauerlich, dass weiterhin die meiste PSK31-Aktivität im jetzt exklusiven CW-Bereich von 7035 bis 7040 kHz stattfindet. Bitte machen Sie Digimode-Betrieb nur oberhalb von 7040 kHz! Es wird angestrebt, dass in allen Regionen möglichst gleiche Einteilungen im Bandplan gültig sind. Die IARU Region 2 hat inzwischen ihren 40-m-Bandplan dem der Region 1 angepasst.


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