MFSK16

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MFSK16 wird mit Hilfe von 16 verschiedenen Tönen im Abstand von 15,625 Hz übertragen (Gesamtbandbreite 316 Hz) und arbeitet mit einer sehr effektiven Fehler-Korrektur (FEC). Die Netto-Datenrate beträgt 42 WPM. MFSK16 eignet sich zum flotten Klönschnack, für den Net-Betrieb ebenso wie zum Ausstrahlen von Rundsprüchen.

Das Verfahren (entwickelt von Murray, ZL1BPU) stammt ursprünglich aus dem militärischen Bereich und hat dort z. B. den Namen Coquelet („Hahn“/Frankreich) oder Piccolo (Großbritannien). Diese Namen entstanden aufgrund des typischen Klangs von MFSK16. Er ähnelt zwar einem RTTY-Signal, aber mit mehreren und nicht gerade harmonischen Tönen. MFSK-Stationen sind vor allem bei 14.080 kHz und höher anzutreffen; man erkennt sie dort an der eben typischen MFSK16-Melodie.

Im Vergleich zu PSK31 ist MFSK16 für DX-QSOs besser geeignet: Das Verfahren ist ähnlich empfindlich, jedoch deutlich unempfindlich gegen Dopplereffekte, hat weniger Probleme mit Überlagerungen und eben eine effektive FEC - mit MFSK ist man also bestens gerüstet für schwierige DX-Verbindungen.

Die MFSK16-Vorzugsfrequenzen liegen in den Bereichen 1.838-1.842, 3.583-3.600, 7.043-7.050, 10.143-10.150, 14.080-14.099, 18.103-18.109, 21.080-21.120, 24.923-24.929 und 28.080-28.150 kHz.

Vorteile:

  • hohe Toleranz gegenüber Ionosphäreneffekten wie Doppler, Fading und Mehrwegausbreitung
  • SSB-Filterbandbreite ausreichend

Nachteile:

  • nicht ganz so hoher Wirkungsgrad wie PSK31
  • nicht so sehr verbreitet
  • wegen der schmalen Bandbreite der einzelnen Tondetektoren und ihrem geringen Abstand (15,626 Hz) kann Drift ein Problem werden
  • schwierigere Abstimmung auf die genaue Frequenz
  • hohe Frequenzstabilität des Sendeempfängers erforderlich (TXCO zu empfehlen)
  • die Differenz zwischen Sende- und Empfangsfrequenz sollte geringer als 5 Hz(!) sein
  • höhere Bandbreite im Vergleich zu PSK31
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