Konfigurationsszenarien für HAMNET-Systeme

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Es gibt wenige, wiederkehrende Konfigurationsszenarien, die auf dieser Seite vorgestellt werden sollen. Das Ziel dieser Seite ist, Projektgruppen mit derartigen Szenarien "Best Practice"-Beispiele an die Hand zu geben, wie man solche Szenarien am besten umsetzt.

Inhaltsverzeichnis

User-AccessPoint

Szenario:

  • Es soll ein AccessPoint aufgebaut werden, der den OMs per HF einen User-Zugang ins Hamnet gibt.

Lösung:

  • Entscheidung treffen, ob User-Qrg im 2,4 oder 5Ghz Bereich liegen soll
  • Mikrotik Routerboard 433. Die AH-Variante für Standorte mit größerem, zu erwartenden User-Ansturm
  • Das RB433 wird mit einer gesonderten MiniPCI-WLAN-Karte (R52H/DCMA-82) versehen, über die der Einstieg angeboten wird.
  • Die Karte arbeitet in einem eigenen Subnetz (User-IPs) und versorgt nur IPs aus diesem Subnetz. Die User-IPs werden per DHCP vom RB433 automatisch vergeben
  • Eine QTH-Analyse/Geländeschnitt der Nutzer sollte der Auswahl der Antenne vorausgehen, denn wenn es eine Ballung an OMs gibt, kann man statt der Rundstrahlantenne eine Richtantenne verwenden, was die Signalqualität und die Übertragungsbandbreite deutlich verbessert.
  • Das User-Netz des Zugangsbereichs muß im RB433 als Route per BGP an andere Knoten(Peers) in der Umgebung publiziert werden, damit andere Knoten das neue Subnetz kennen.

Client EndPoint

Szenario:

  • Es soll ein Client für den AccessPoint aufgebaut werden, der zwischen dem Hamnet und dem LAN des OMs vermittelt.
  • Der Stations-PC des OMs ist Teil des Haus-LANs mit einer IP-Range vom Typ 192.168, beispielsweise hinter einer FritzBox. Dies soll auch so bleiben. Dennoch soll der Stations-PC auf das Hamnet Zugriff haben.

Lösung:

  • Mikrotik Routerboard 411 auf dem Dach, montiert an einer oder in einer guten Richtantenne mit Outdoor-Gehäuse
  • Das RB411 erhält eine IP-Adresse per DHCP aus dem User-Netz des AccessPoints.
  • Das RB411 ist mit seinem Ethernet-Port Teil des Haus-LANs, hat aber keine dynamische, sondern eine feste IP aus dem Subnetz des Haus-LANs (192.168.x.x/24)
  • Der PC wird mit einer Route versehen, sodaß Pakete an 44.0.0.0/8 nicht mehr an den DSL-Router (etwa 192.168.1.1), sondern an den RB411 ( z.B. 192.168.1.252) geroutet werden.

Befehl: ( route add -p 44.0.0.0/8 192.168.1.252 )

  • Der RB411 ist mit NAT und Masquerading konfiguriert. Es besteht auch die Möglichkeit, PortForwarding auf dem RB411 einzurichten, wenn der OM auf dem StationsPC oder anderen Systemen Dienste im Hamnet anbieten will, etwa eine WebCam.

Vorteil:

  • Der OM hat die größtmögliche Konfigurationsfreiheit in seinem LAN.
  • Die Hamnet-Anbindung integriert sich in eine bestehende Heim-Netzwerk-Landschaft

Clubstation

Szenario:

  • Eine Clubstation stellt ihren Mast als Knoten zur Verfügung, möchte aber per LAN Zugang zum Hamnet haben.
  • Die Rechner der Clubstation befinden sich derzeit bereits in einem LAN, das eine IP-Range nach dem Typ 192.168.x.0/24 hat und von einer FritzBox oder einem anderen Routertyp verwaltet wird.

Lösung:

  • Routerboard 433 (AH) oder je nach Anforderung der Strecken.
  • Eine Kombination der beiden Szenarien AccessPoint und Client EndPoint, wobei die Rechner der Clubstation weiterhin eine 192.168-Adresse haben.

Testset

Szenario:

  • Ein Distrikt oder Ortsverband möchte ein Set aus zwei Routern beschaffen, mit dem Strecken in der Praxis getestet werden können
  • Die Geräte sollten im Fall des Falles auch flexibel bem Aufbau der Strecke eingesetzt werden können

Lösung:

  • Möglichst eine Konstellation mit 1x Routerboard433AH und 1x Routerboard 411UAHR. Damit ist die maximale Flexibilität gegeben.

Siehe:

Persönliche Werkzeuge