HELL

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Hellschreiben war das erste erfolgreiche Direktdruck-Übertragungssystem, vergleichbar dem Fax. Im Gegensatz dazu hat ein Hellschreiber deutlich weniger bewegliche Teile. Buchstaben werden als kleine Bilder in einem groben Raster übertragen. Störungen können hierbei das Bild zwar verschlechtern, jedoch das empfangene Zeichen nicht völlig unleserlich machen. Diese Redundanz ist der wesentliche Vorteil gegenüber dem "klassischen Fernschreiben" (RTTY). Rudolf Hell entwickelte das Verfahren um 1930.

Genau genommen besteht jedes Buchstabenfeld aus sieben senkrechten Linien, davon dienen fünf zur Erzeugung des Buchstabenbildes. Jede Linie ist aus sieben weißen oder schwarzen Teilen zusammengesetzt. Das Bildfeld besteht also aus 49 Bildelementen. Die zu übertragenen Zeichen werden nicht kodiert, sondern Pixel für Pixel übertragen - jedes Pixel 8 Milliskunden - ein komplettes Zeichen in 400 Millisekunden. Die Tastatur des Senders entspricht der einer normalen Schreibmaschine.

Im 2. Weltkrieg wurden Hellschreiber für den mobilen Feldeinsatz ("Feld-Hell") genutzt. Heute stehen für das Hellschreiben eine Reihe von kostenlosen Programmen für die Soundkarte zur Verfügung, die dem Funkamateur bequem das Hellschreiben mit dem Computer ermöglichen.

Die Vorzugsfrequenzen (IARU Region 1) für die div. Hell-Verfahren sind +/- 3.584, 7.044, 10.144, 14.074, 18.104, 21.074, 24.924 und 28.074 kHz (jeweils „Center Frequency“, also Mittenfrequenz). Bitte beachten: Auf 10.144 kHz sendet auch die Aurora-Bake DK0WCY.


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