D-STAR Benutzung
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Grundlegendes
Wie jede andere Betriebsart auch, gibt es verschiedene Möglichkeiten D-STAR Verbindungen herzustellen. Bevor wir zu D-STAR kommen ein kleiner Ausflug in die Welt der Telekommunikation:
Routing im Telefonnetz
Jeder - na ja fast jeder - kennt das Telefonnetz. Hier hat jeder Teilnehmer eine Telefonnummer. Diese allleine reicht jedoch nicht immer aus, um einen Teilnehmer erreichen zu können. Dazu hat man die Ortsnetzvorwahlen und Landesvorwahlen erfunden. Eine komplette Rufnummer sieht z.B. so aus:
- 0049 6789 54321 <-- international (0049 oder auch +49 für DL)
- 06789 54321 <-- national (mit 0 vor der Vorwahl)
- 54321 <-- lokal
- 06789 54321 <-- national (mit 0 vor der Vorwahl)
Routing bei D-STAR
Im Amateurfunk hat jeder Teilnehmer ein Rufzeichen (englisch: Callsign), mit dem ich im Simplexbetrieb meinen Gesprächspartner einfach rufe. Das ist auch bei D-STAR nicht anders im Simplexbetrieb, wobei man sein eigenes Rufzeichen immer in seinem Gerät einstellen sollte. Technisch ist das für Simplex nicht notwendig, sieht aber nett aus, wenn es auf dem Display des Gegenüber angezeigt wird.
Ein D-STAR Repeater System besteht in der Regel aus einem bis vier Funkmodulen (2m, 70cm, 23cm und 23cm Daten) und einem Gateway PC, denen zur Unterscheidung die Buchstaben C (2m), B (70cm), A (23cm Sprache (DV) und Daten(DD)) und G (Gateway) zugeordnet werden. Bei ICOM Repeatern gibt es noch den Repeatercontroller, den die Nutzer jedoch nicht bemerken und deshalb hier nur zur Vollständigkeit erwähnt wird. Das D-STAR Protokoll schreibt auch vor, dass das Rufzeichenfeld 8 Zeichen zu haben hat. Zum Beispiel also bei DB0HRF 70cm sind das 6 Zeichen DB0HRF + 1 Leerzeichen + B. Bei kürzeren Repeater-Rufzeichen müssen entsprechend mehr Leerzeichen eingesetzt werden. Zur besseren Lesbarkeit verwenden wir nun den Unterstrich (engl.: Underscore) _ also Ersatz hier in dieser Dokumentation. Im Gerät darf der _ nicht verwendet werden, dort muss es ein Leerzeichen (auch Leerschritt genannt und engl.: Space oder Space character).
D-STAR Repeater
Bei einem Repeater gibt es nun verschiedene Möglichkeiten, je nachdem welche Art Repeater aufgebaut wurde (ICOM oder Selbstbau), ob mit oder ohne Gateway und ob nur ein Band (2m, 70cm oder 23cm) oder mehrere zur Verfügung stehen.
Lokaler Repeaterbetrieb
Unser Beispiel Repeater sei DB0HRF, Feldberg im Taunus, mit 70cm (also DB0HRF B), 23cm (DB0HRF A (DV und DD) und Gateway (DB0HRF G). Will jetzt DA1AAA den OM DB2BBB auf 70cm rufen, stellt er in seinem Gerät ein:
| bei DA1AAA | 12345678 | <---> | bei DB2BBB | 12345678 |
|---|---|---|---|---|
| UrCall: | CQCQCQ__ | UrCall: | CQCQCQ__ | |
| Rpt1: | DB0HRF_B | Rpt1: | DB0HRF_B | |
| Rpt2: | DB0HRF_G | Rpt2: | DB0HRF_G | |
| MyCall: | DA1AAA__ | MyCall: | DB2BBB__ |
Manch einer wird sich wundern, warum ich in Rpt2 den Gateway angebe, obwohl ich lokal rufen will und warum im UrCall nicht DB2BBB, sondern CQCQCQ stehen soll. Das hat folgenden Grund: eigentlich würde ich für diesen lokalen Ruf keines der Felder setzen müssen, nicht ein einziges der o.g., aber: wenn der Repeater über den Gateway aktuell verlinkt ist oder ein Funkamateur mit einem Dongle mit dem Repeater verbunden ist, können diese anderen Teilnehmer einen selbst nur hören, wenn man CQCQCQ und den Gateway im Rpt2 angibt. Macht man dies nicht, entgehen einem eventuell nette Gespräche oder schlimmer noch, ein entfernter Nutzer denkt der Repeater sei frei und startet einen CQ-Ruf. Dann ist schnell das Chaos groß. Deshalb bitte als Grundeinstellung nach dem Beispiel oben vorgehen, natürlich mit dem eigenen Repeater-Call und persönlichem Rufzeichen. Es empfiehlt sich auch, diese Grundeinstellung in einem Speicherkanal seines Geräts abzuspeichern, sodass man immer einfach wieder zu dieser zurückwechseln kann.
Crossband Repeaterbetrieb
Hat ein Repeatersystem mehrere Bandmodule, kann man auch von einem Band zum anderen sprechen. Ist nun unser Beispiel OM DA1AAA auf 70cm und DB2BBB auf 23cm, sehen die Einstellungen der beiden Teilnehmer so aus:
| bei DA1AAA | 12345678 | <---> | bei DB2BBB | 12345678 |
|---|---|---|---|---|
| UrCall: | CQCQCQ__ | UrCall: | CQCQCQ__ | |
| Rpt1: | DB0HRF_B | Rpt1: | DB0HRF_A | |
| Rpt2: | DB0HRF_A | Rpt2: | DB0HRF_B | |
| MyCall: | DA1AAA__ | MyCall: | DB2BBB__ |
Der Repeatercontroller (bei ICOM Systemen) sorgt nun dafür, das die Datenpakete von DA1AAA, die über das 70cm-Modul empfangen werden, zum 23cm-Modul kommen und dort ausgesendet werden. Umgekeht wird die 23cm-Aussendung von DB2BBB nach 70cm weiter geleitet. Der Gateway-PC ist hier nicht eingebunden.
Verbindungen via Gateway
Der große Vorteil von D-STAR ist ja die Möglichkeit via Gateway weltweite Verbindungen herstellen zu können. Da kommen jetzt auch wieder verschiedene Betriebsmodi in Frage:
| Callsign-Routing zu bestimmten OM's oder YL's | <--- D-STAR Standard, Registrierung erforderlich (*) |
| Callsign-Routing zu entfernten Repeatern | <--- D-STAR Standard, Registrierung erforderlich (*) |
| Multicast Gruppenrufe über mehrere Repeater | <--- D-STAR Standard |
| CQ-Ruf via DPLUS Links zu einem anderen Repeater | <--- Erweiterung DPLUS |
| Konferenzen über DPLUS Reflectoren | <--- Erweiterung DPLUS |
| Konferenzen über DXTRA Reflectoren | <--- Erweiterung DXTRA |
Alle diese verschiedenen Betriebsmodi kann man quasi gleichzeitig machen, nur leider endet das öfter mal im Chaos. DPLUS und DXTRA laufen in der Regel nicht gleichzeitig, aber es soll auch Systeme geben, wo man entsprechend umschalten kann. Letztgenannte sind dem Autor jedoch nicht bekannt und die Aussage beruht auf Höhrensagen. Wer mehr weiss, bitte diesen Abschnitt einfach entsprechend abändern.
Der originale D-STAR Standard kannte nur die ersten drei Verfahren und gerade wenn man diese mit den anderen Erweiterungen DPLUS oder DXTRA vermischt, kommt es sehr schnell zu Missverständnissen. Oft reicht schon aus, wenn man einfach in einen Ruf - sei es CQ oder direkt eine bestimmte Station, über welches Verfahren man eigentlich ruft. Es ist zwar nicht genau das gleiche, aber wenn man z.B. auf dem 20m-Band in SSB CQ ruft, soll man ja auch "CQ 20m, CQ 20m, hier ist XYZ" rufen und das obwohl man doch auf 20m ist. Aber man macht das einfach so.
(*) Im US-Trust Netz ist hierfür eine einmalige Registrierung erforderlich, bei der man sein Standard-Terminal anlegen muss. Ob man für Multicast-Gruppenrufe eine Registrierung benötigt, ist nicht genau bekannt. Siehe auch D-Star#US-Trust_Netz
Callsign-Routing direkt
OM DA1AAA möchte wieder DB2BBB rufen, weiß aber nicht wo der ist. Das weiß aber das D-STAR System, denn jedesmal wenn DB2BBB seine PTT gedrückt hat, speichert das System über verschiedene Methoden diese sogenannte LastHeard Information. Für das Beispiel nehmen wir an DB2BBB ist nach Fulda gefahren und ist nun auf DB0WK, 70cm QRV (was DA1AAA aber nicht weiß oder wissen muss!). Die Einstellungen:| bei DA1AAA | 12345678 | <---> | bei DB2BBB | 12345678 |
|---|---|---|---|---|
| UrCall: | DB2BBB__ | UrCall: | DA1AAA__ | |
| Rpt1: | DB0HRF_B | Rpt1: | DB0WK__B | |
| Rpt2: | DB0HRF_G | Rpt2: | DB0WK__G | |
| MyCall: | DA1AAA__ | MyCall: | DB2BBB__ |
Nun schaut der Gateway DB0HRF_G in seiner Datenbank nach, wo denn DB2BBB zuletzt gehört wurde, stellt fest das war auf DB0WK__B und sendet die Pakete via Internet zu DB0WK__G, der sie dann an DB0WK__B weiter reicht. Hört DB2BBB nun den Ruf, muss er das Rufzeichen von DA1AAA einfangen. Dazu haben die meisten D-STAR Geräte eine Funktion, genannt RX-CS. Mit dieser Taste oder Menüfunktion holt DB2BBB das Rufzeichen DA1AAA in das UrCall Feld hinein und dann dem Anrufer antworten. Das Gespräch kann nun stattfinden.
DA1AAA solte in diesem Beispiel seinen Anruf so gestalten: "DB2BBB DB2BBB hier ruft DA1AAA via DB0HRF B". Diese Art Anruf hilft DB2BBB zu erkennen, das er die RX-CS Funktion nutzen sollte, damit er dem OM antworten kann. Beim IC-E91 z.B. befindet sich diese RX-CS Taste unten rechts. Drückt man sie für einige Sekunden, wird das letztgehörte Rufzeichen (Received Callsign = RX-CS) in das UrCall-Feld eingetragen. Während man mit der einen Hand die Taste gedrückt hält, kann man auch noch oben am Kanalwahlschalter drehen und so in der Liste der zuletzt gehörten Rufzeichen eines auswählen.
Callsign-Routing via Repeater
Man kann auch gezielt auf einem bestimmten Repeater CQ rufen, in dem man dessen Rufzeichen und den Bandmodul-Kenner adressiert. Nehmen wir wieder an DA1AAA ruft über DB0HRF 70cm und sucht eine Verbindung nach München, DB0TVM 70cm. Weiter nehmen wir an DB2BBB ist jetzt in München und antwortet auf den CQ-Ruf:
| bei DA1AAA | 12345678 | <---> | bei DB2BBB | 12345678 |
|---|---|---|---|---|
| UrCall: | /DB0TVMB | UrCall: | DA1AAA__ | |
| Rpt1: | DB0HRF_B | Rpt1: | DB0TVM_B | |
| Rpt2: | DB0HRF_G | Rpt2: | DB0TVM_G | |
| MyCall: | DA1AAA__ | MyCall: | DB2BBB__ |
OM DA1AAA gibt als Zieladresse nun /DB0TVMB an. Hier fällt das Leerzeichen zwischen DB0TVM und dem B weg, da ja nach D-STAR Standard das Adressenfeld nur 8 Zeichen groß ist. Zeichen eins ist der Schrägstrich, damit der Gateway merkt: "Aha hier soll ein Repeater gerufen werden" und darum folgt dann das B für 70cm direkt nach dem Rufzeichen des Repeaters. Alle Aussendungen von DA1AAA werden nun zum Repeater in München gesendet.
Unser Beispielpartner DB2BBB muss nun wieder die RX-CS Funktion seines Gerätes nutzen, um DA1AAA ins UrCall-Feld einzufangen. Genau genommen funktioniert dann seine Rückantwort nach dem Prinzip Callsign-Routing direkt, wie es im vorherigen Abschnitt beschrieben wurde. Seine Aussendungen werden automatisch dahin weiter geleitet, wo DA1AAA zuletzt gehört wurde. Natürlich könnte DB2BBB auch den Repeater, also /DB0HRFB, direkt adressieren und diese Einstellung in seinem Gerät abspeichern. Somit kann er selbst auch immer wieder einfach einen CQ-Ruf Richtung Taunus starten.
Multicast Gruppenrufe
Eine weitere, aber wenig genutzte Funktion des D-STAR Standards sind die Multicast-Gruppen. Diese Gruppen müssen vom Gateway Administrator angelegt werden und sind immer nur auf dem eigenen Gateway gültig. Zum Beispiel war mal für Hessen angedacht auf hessischen Gateways die Gruppe /HESSEN anzulegen und dieser die anderen Partner zuzuordnen. Aber das hat sich bis heute nicht etabliert. Die Konfiguration auf dem Gateway ist nicht kompliziert, jedoch ist sie statisch, d.h. wenn ein neuer Gateway hinzukommt oder einer wegfällt, muss erst der Admin dies auf dem Gateway Web-Interface ändern. Und die Anzahl der adressierbaren Gateways ist auf 10 begrenzt.
| bei DA1AAA | 12345678 |
|---|---|
| UrCall: | /HESSEN |
| Rpt1: | DB0HRF_B |
| Rpt2: | DB0HRF_G |
| MyCall: | DA1AAA__ |
Die Aussendung von DA1AAA wird jetzt an alle Repeater weiter gesendet, die der Admin auf DB0HRF konfiguriert hat. Stand 27.02.11 sind das: DB0HRF B, DB0SIF B, DB0BOS B, DB0HRM B, DB0HRR C, DB0WK B und DB0AFZ B. Damit könnte man z.B. einen Rundspruch senden oder einen großflächigen CQ-Ruf starten. Beim CQ-Rufen sollte man anschließend aber sofort auf Callsign-Routing direkt wechseln (siehe oben), um nicht das komplette Netz zu blockieren.
Ebenso muss man auch bedenken, das diese Multicast-Gruppe nicht automatisch auf allen anderen Gateways existiert, sondern muss erst vom jeweiligen Admin einmal angelegt werden. Geeignet ist sie damit eigentlich nur für Rundsprüche. Dafür müssen sie nur auf dem Gateway angelegt sein, wo die Rundspruchstation einstiegt ins Netzwerk. Alle anderen hören ja nur zu.
Für großflächige CQ-Rufe haben sich eher die Reflectoren von DPLUS und DXTRA etabliert, die in den folgenden Abschnitten beschrieben werden.
Nutzung von Zusatzerweiterungen
Um das System mit weiteren Funktionen auszustatten wurden einige Erweiterungen für D-STAR entwickelt. Einige arbeiten nur im Hintergrund, z.B. um Statusinformationen anzuzeigen (DSM u.a.), andere um Routinginformationen zu verteilen (ircDDB) und solche über die man Verbindungen herstellen kann (DPLUS und DXTRA). In diesem Artikel geht es vorrangig darum, wie man Verbindungen herstellt, deswegen hier jetzt die Beschreibung dazu:
CQ-Ruf via DPLUS Link zu Repeater
Mit der Erweiterung DPLUS kann man einen Repeater mit einem anderen Repeater verbinden. Für den Verbindungsaufbau muss einmalig ein Befehl an DPLUS gesendet werden, der diesen Link aktiviert. Dannach setzen alle Teilnehmer ihr Gerät auf die Grundeinstellung, wie oben im Abschnitt Lokaler Repeaterbetrieb:
| bei DA1AAA | 12345678 |
|---|---|
| UrCall: | DB0TVMBL |
| Rpt1: | DB0HRF_B |
| Rpt2: | DB0HRF_G |
| MyCall: | DA1AAA__ |
Damit schaltet DA1AAA die Verlinkung von DB0HRF B mit DB0TVM B ein, sofern beide Repeater frei sind. Das L muss dabei an 8. Stelle stehen und davor ist das Call und der Bandmodul-Buchstabe. Ist auf DB0HRF bereits ein Link aktiv, kommt von DPLUS die Meldung: "Link bereits aktiviert" als Sprachausgabe. Auf vielen Repeatern wird die Ausgabe in englisch kommen und lautet dann: "Link already established". Ist das der Fall, muss man den bestehenden Link erst abschalten mit:
| bei DA1AAA | 12345678 |
|---|---|
| UrCall: | _________U |
| Rpt1: | DB0HRF_B |
| Rpt2: | DB0HRF_G |
| MyCall: | DA1AAA__ |
Im UrCall-Feld gibt man 7 Leerzeichen ein (zur Erinnerung, die "_" sind nur Platzhalter für Leerzeichen " ") und ein U, welches für Unlink steht. Damit wird eine bestehnde Verlinkung getrennt. Nachdem der entsprechende Befehl gesendet wurde (also Link ein- oder ausschalten), muss man wieder auf CQCQCQ wechseln. Das macht man mit dem IC-E91 z.B. durch drücken der Taste 0/CQ für ein paar Sekunden. Dies trägt dann im Feld Ur-Call wieder CQCQCQ ein. Dies entspricht dann der weiter oben bereits genannten Standard-Einstellung.
DPLUS Zusatzbefehle
Mit weiteren Befehlen im UrCall-Feld kann man DPLUS noch mehr entlocken. Hier eine Liste der wichtigsten Befehle:
| UrCall-Befehl | Funktion |
|---|---|
| DB0HRF_I | Mit I wie Info wird die Audiodatei id.dvtool vom Gateway ausgesendet, wenn kein DPLUS Link aktiviert ist. Die Datei id.dvtool muss vom Admin angelegt werden. Ist ein DPLUS Link aktiv, wird remotesystemlinked.dvtool (siehe unten im Abschnitt DPLUS Meldungen) gesendet, mit der Low-Speed-Data Meldung, mit welchem System der Link existiert. |
| DB0HRF_E | Die Echo-Funktion funktioniert wie ein Papagei. Alles was man sendet, wird in der Datei echo.dvtool temporär gespeichert und wieder ausgesendet. Dabei wird nicht nur die Sprache, sondern auch die Low-Speed-Daten werden wiederholt. Am Gateway findet ja keine Dekodierung statt, die Datenpakete werden 1-zu-1 wiedergegeben. Mit dieser Funktion kann der Admin auch eigene Texte speichern, indem er jeweils die Datei echo.dvtool auf dem Gateway kopiert. |
DPLUS Reflector Konferenz
Interessanter als ein Link zwischen zwei Repeatern, ist die Nutzung von Reflectoren, die wie ein großer Konferenzraum wirken. Mit einem solchen Reflector können sich gleich mehrere Repeater verbinden und alle können miteinander sprechen. Bei gößeren Runden ist es von Vorteil, wenn man sprichwörtlich das Mikrofon übergibt und grundsätzlich sollte man deutliche Sprechpausen zwischen den Durchgängen lassen, damit andere in die Konversation einsteigen können.
| bei DA1AAA | 12345678 |
|---|---|
| UrCall: | REF006CL |
| Rpt1: | DB0HRF_B |
| Rpt2: | DB0HRF_G |
| MyCall: | DA1AAA__ |
Mit dem Befehl REF006CL im UrCall-Feld baut DPLUS einen Link zum Reflector 6, Modul C auf. Bei den Reflectoren haben die Buchstaben nichts mit Frequenzbändern zu tun, sondern sind einfach nur in A, B, C und manchmal noch D unterteilt. Die grundlegende Nutzungsverteilung, also welcher Reflector für was genutzt werden soll/kann findet man unter: http://www.dstarinfo.com/reflectors.aspx , wo bei REF006 C z.B. steht: German Net. Der REF006 hat auch ein Modul D, welches auch in DL genutzt wird. Aktuelle Verlinkungen sieht man hier: http://www.ukit.org.uk/ref006.html
DXTRA Reflector Konferenz
(Dieser Abschnitt soll die Benutzung von DXTRA anhand von Beispielen wie z.B. oben für DPLUS aufzeigen. Den letzten Text habe ich in eine neue Seite DXTRA verschoben. Bitte diesen Abschnitt neu füllen. Danke. --Dh9fax 20:26, 12. Mär. 2011 (CET)
Probleme und Lösungen
Wenn eine Verbindung nicht zustande kommt oder plötzlich unterbrochen wird, kann das viele Ursachen haben. Bei Verbindungen über Links, kann die Internetverbindung zwischen Repeater und Ziel unterbrochen sein, oder beim Gesprächspartner ist unerwartet der Akku leer (was beim IC-91 z.B. plötzlich ohne Vorwarnung zur Abschaltung führt und man merkt das garnicht gleich selbst). Es kann auch durch eine Fehlbedienung ein aktivierter Link aus versehen getrennt werden und auch dies bekommt man nicht immer mit.
Hier in diesem Abschnitt werden nun verschiedene Fehlermeldungen beschrieben, die einem bei der Ursachenforschung helfen können.
Meldungen des Repeaters
ICOM Repeater geben verschiedne Meldungen aus die in der Tabelle erklärt werden. Als Beispiel nehmen wir wieder DB0HRF B im Taunus als lokalen Einstieg und das Testziel ist DB0TVM B in München.
| Rückmeldung | Bedeutung |
|---|---|
| UR? DB0HRF B | Zielrepeater war frei und meine Sendung wurde übertragen. Diese Meldung kommt vom lokalen Repeater, auf dem ich sende. |
| RPT? DB0HRF B | Zielrepeater war besetzt, es hat also gerade jemand dort gesprochen. Auch diese Meldung kommt vom lokalen Repeater. |
| RPT? DB0TVM B | Unbekanntes Problem bei DB0TVM. (diese Meldung muss mal jemand anderes kommentieren. Ich finde dazu nix Gescheites.) |
| RPT? DB0HRF G | Ziel unbekannt, z.B. nicht registrierter Benutzer oder CQCQCQ bei Link-Nutzung (siehe unten bei DPLUS). |
Es soll auch Geräte geben, die anstelle des ? einen * ausgeben. Die Meldungen sind aber entsprechend der Tabelle gleich zu bewerten.
Meldungen von DPLUS
Dem originalen DPLUS Paket sind Statusmeldungen als Sprachausgabe in englischer Sprache beigelegt. Folgende Meldungen sind möglich:
| Meldungstext | Bedeutung | Dateiname (*) |
|---|---|---|
| Remote system linked | Erfolgsmeldung wenn ein Link eingeschaltet wurde. | remotesystemlinked.dvtool |
| Remote system busy | Linkaufbau fehlgeschlagen, da entferntes System schon verlinkt ist mit einem anderen System. | remotesystembusy.dvtool |
| Remote system unknown | Zielsystem ist unbekannt. Entweder Tipfehler oder das gewünschte Ziel verwendet kein DPLUS. | gatewayunknown.dvtool |
| Reflector unavailable | Reflector Server ist zurzeit nicht erreichbar. | reflectorunavailable.dvtool |
| Remote system unlinked | Erfolgsmeldung beim Unlink-Befehl. | remotesystemunlinked.dvtool |
| Link not established | Fehlermeldung, wenn jemand den Unlink-Befehl sendet, aber gar kein Link aktiviert ist. | alreadyunlinked.dvtool |
(*) Dateiname zur Info für Gateway-Admins.
Meldungen von DXTRA
(Dieser Abschnitt muss noch bearbeitet werden. Hier geht es um Rückmeldungen auf dem Display)
Logische Fehler
Logische Fehler, die beim Betrieb passieren können sind zum Beispiel:
- Lokales QSO, bei aktiviertem Link
- Zwei OM's unterhalten sich lokal und einer der beiden hat die von uns vorgeschlagene Grundeinstellung mit UR:CQCQCQ, RPT1:eigener Repeater und RPT2:Repeater Gateway gesetzt (siehe oben im Abschnitt Lokaler Repeaterbetrieb), aber der zweite OM hat RPT2:leer, wie es die ICOM Anleitung zum Gerät beschreibt. Ist jetzt aktuell eine Verlinkung aktiv, hören dessen Teilnehmer nur OM 1 sprechen aber OM 2 wird nicht zum Gateway und damit nicht zum verlinkten Repeater oder Reflector übertragen - man hört dort also ein halbes QSO. Möchte dann ein dritter OM über den Link in das QSO einsteigen, kann OM 2 diesen zwar hören, aber OM 3 hört 2 nicht. Grundregel ist also: immer auch in RPT2 das Gateway speichern, damit es zu keinen Misverständnissen kommen kann. Die Anleitungen der Geräte beschreiben das anders, weil es am Anfang a) kein DPLUS oder DXTRA gab und b) diese auch nicht vom Gerätehersteller stammen, sondern von Dritten entwickelt wurde.
- Verwechslung von Callsign-Routing und Reflector-Links
- Für alle Spielarten im Amateurfunk gibt es Liebhaber. Manch einer macht gerne auf KW lieber CW als SSB, andere bevorzugen PSK31 und weitere sind lieber auf UKW in FM unterwegs. So lieben manche D-STAR Nutzer eher das originale Callsign-Routing, andere eher die Verlinkung mit DPLUS oder DXTRA. Hört man nun jemand einfach nur CQ rufen, weiß man auf Anhieb nicht, ob dieser Callsign-Routing verwendet, oder über eine Verlinkung herein kommt. Deswegen sollte man das beim Rufen mit angeben, z.B.: "CQ von DA1AAA via Callsign-Routing" oder im anderen Fall: "CQ von DA1AAA via Reflector". Dann kann der Hörende entsprechend reagieren und bei Callsign-Routing mit der RX-CS Taste das Rufzeichen fangen, oder im zweiten Fall einfach mit der Grundeinstellung antworten.
- Warum man das beachten sollte? Ist ein Link zum Reflector aktiv und OM 1 ruft über diesen CQ und OM 2 nimmt aber die RX-CS Taste um OM 1 einzufangen, gehen die Aussendungen von OM 2 nun zum Reflector, der die zum Repeater von OM 1 weiterleiten, aber gleichzeitig sendet der Repeater von OM 2 die Datenpakete auch an den Repeater von OM 1 direkt. Die Pakete kommen dort also doppelt an. Und auf Gateways die das Zusatztool dsunlinkd oder monlinkd laufen haben, wird dann die Reflector-Verlinkung getrennt und OM 2 hört OM 1 plötzlich nicht mehr. Der nutzt ja kein Callsign-Routing, sondern sendet mit der Grundeinstellung nur zum Reflector.
- Die andere Richtung: ruft OM 1 CQ per Callsign-Routing, z.B. mit UR:/DB0HRFB von z.B. DB0VOX B aus, dann muss OM 2 ihn mit der RX-CS Taste einfangen, damit er ihm antworten kann. Wie zuvor schon gesagt, sollte OM 1 in diesem Fall dies im CQ-Ruf einbauen, damit die Hörer wissen, wie sie antworten können.
- Vergessen auf CQCQCQ zurückzuschalten
- Um einen Link einzuschalten muss man ja im UrCall z.B. eintragen UR:REF006CL. Es kommt dann eine Meldung vom Gateway, das der Link aktiviert wurde. Vergisst man nun wieder CQCQCQ einzutragen, kommt nach jeder Aussendung die Meldung "Link bereits aktiv" oder "Link already established". Dann einfach CQCQCQ wieder in UrCall eintragen und alles ist okay.
Beispiele zur Speicherbelegung
Das IC-E91 von ICOM bietet wie viele andere Geräte, seine oft genutzen Einstellungen abzuspeichern. Neben den allgemein bekannten Speicherkanälen, kennt das IC-E91 auch Speicherbänke. Die Nutzung der Bänke mag zuerst erschrecken oder verwundern, jedoch kann man sich hier sehr schön bestimmte Gegebenheiten abspeichern.
Zum Beispiel kann jemand, der viel in der Republick herumreist, eine Bank N einrichten für Repeater im Norden, eine Bank W für Westen, eine O für Osten, eine M für die Mitte und eine S für den Süden. Im folgenden Beispiel habe ich die Bank L für Link-Verbindungen angelegt. Ein Bank-Speicherplatz ist für Normalverkehr:99, einer zum trennen von Links:00, ein weiterer zum Einschalten des Links zu REF006 C usw.
Links
- Auf der Australischen Seite des EMDRC ist eine Einführung in Englischer Sprache zu finden. Besonders interessant ist die PDF Präsentation "D-Star Overview" von Susan Mackay VK3ANZ, mit Grafiken die den Informationsfluss gut verdeutlichen: http://www.emdrc.com.au/dstar_intro.html
- Über den Link unten zur Kategorie "Digital Voice" findet man weitere Seiten innerhalb dieses Wikis.
