D-STAR Benutzung

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D-STAR ist ein Protokoll zur digitalen Übertragung von Sprache und Daten im Amateurfunk. Eine Beschreibung des Protokolls und seiner Geschichte findet man unter D-STAR. Auf dieser Seite hier geht es um die praktische Nutzung von D-STAR.


Inhaltsverzeichnis

Grundlegendes

Wie jede andere Betriebsart auch, gibt es verschiedene Möglichkeiten D-STAR Verbindungen herzustellen. Bevor wir zu D-STAR kommen ein kleiner Ausflug in die Welt der Telekommunikation:


Routing im Telefonnetz

Jeder - na ja fast jeder - kennt das Telefonnetz. Hier hat jeder Teilnehmer eine Telefonnummer. Diese allleine reicht jedoch nicht immer aus, um einen Teilnehmer erreichen zu können. Dazu hat man die Ortsnetzvorwahlen und Landesvorwahlen erfunden. Eine komplette Rufnummer sieht z.B. so aus:

  • 0049 6789 54321 <-- international (0049 oder auch +49 für DL)
    • 06789 54321 <-- national (mit 0 vor der Vorwahl)
      • 54321 <-- lokal
IC-E91 Gesamtansicht
Ist man also im gleichen Ortsnetz, benötigt man die ganzen Routinginformationen durch Vorwahlen nicht und kann quasi wie im Simplexbetrieb den Teilnehmer mit seiner Rufnummer anrufen. Bin ich nicht im Ortsnetz, oder im Ausland, oder im GSM-Netz, muss ich diese Routinginformationen mit angeben, sonst erreiche ich den anderen Teilnehmer nicht. Das Telefonnetz weiß dann nicht, was ich will und quittiert das mit "Falsch verbunden", "Diese Rufnummer ist uns nicht bekannt" oder ähnlichem.


Routing bei D-STAR

Im Amateurfunk hat jeder Teilnehmer ein Rufzeichen (englisch: Callsign), mit dem ich im Simplexbetrieb meinen Gesprächspartner einfach rufe. Das ist auch bei D-STAR nicht anders im Simplexbetrieb, wobei man sein eigenes Rufzeichen immer in seinem Gerät einstellen sollte. Technisch ist das für Simplex nicht notwendig, sieht aber nett aus, wenn es auf dem Display des Gegenüber angezeigt wird.

Ein D-STAR Repeater System besteht in der Regel aus einem bis vier Funkmodulen (2m, 70cm, 23cm und 23cm Daten) und einem Gateway PC, denen zur Unterscheidung die Buchstaben C (2m), B (70cm), A (23cm Sprache (DV) und Daten(DD)) und G (Gateway) zugeordnet werden. Bei ICOM Repeatern gibt es noch den Repeatercontroller, den die Nutzer jedoch nicht bemerken und deshalb hier nur zur Vollständigkeit erwähnt wird. Das D-STAR Protokoll schreibt auch vor, dass das Rufzeichenfeld 8 Zeichen zu haben hat. Zum Beispiel also bei DB0HRF 70cm sind das 6 Zeichen DB0HRF + 1 Leerzeichen + B. Bei kürzeren Repeater-Rufzeichen müssen entsprechend mehr Leerzeichen eingesetzt werden. Zur besseren Lesbarkeit verwenden wir nun den Unterstrich (engl.: Underscore) _ also Ersatz hier in dieser Dokumentation. Im Gerät darf der _ nicht verwendet werden, dort muss es ein Leerzeichen (auch Leerschritt genannt und engl.: Space oder Space character).


D-STAR Repeater

Bei einem Repeater gibt es nun verschiedene Möglichkeiten, je nachdem welche Art Repeater aufgebaut wurde (ICOM oder Selbstbau), ob mit oder ohne Gateway und ob nur ein Band (2m, 70cm oder 23cm) oder mehrere zur Verfügung stehen.


Lokaler Repeaterbetrieb

Unser Beispiel Repeater sei DB0HRF, Feldberg im Taunus, mit 70cm (also DB0HRF B), 23cm (DB0HRF A (DV und DD) und Gateway (DB0HRF G). Will jetzt DA1AAA den OM DB2BBB auf 70cm rufen, stellt er in seinem Gerät ein:

Lokaler Anruf auf 70cm
bei DA1AAA 12345678 <---> bei DB2BBB 12345678
UrCall: CQCQCQ__ UrCall: CQCQCQ__
Rpt1: DB0HRF_B Rpt1: DB0HRF_B
Rpt2: DB0HRF_G Rpt2: DB0HRF_G
MyCall: DA1AAA__ MyCall: DB2BBB__


Manch einer wird sich wundern, warum ich in Rpt2 den Gateway angebe, obwohl ich lokal rufen will und warum im UrCall nicht DB2BBB, sondern CQCQCQ stehen soll. Das hat folgenden Grund: eigentlich würde ich für diesen lokalen Ruf keines der Felder setzen müssen, nicht ein einziges der o.g., aber: wenn der Repeater über den Gateway aktuell verlinkt ist oder ein Funkamateur mit einem Dongle mit dem Repeater verbunden ist, können diese anderen Teilnehmer einen selbst nur hören, wenn man CQCQCQ und den Gateway im Rpt2 angibt. Macht man dies nicht, entgehen einem eventuell nette Gespräche oder schlimmer noch, ein entfernter Nutzer denkt der Repeater sei frei und startet einen CQ-Ruf. Dann ist schnell das Chaos groß. Deshalb bitte als Grundeinstellung nach dem Beispiel oben vorgehen, natürlich mit dem eigenen Repeater-Call und persönlichem Rufzeichen. Es empfiehlt sich auch, diese Grundeinstellung in einem Speicherkanal seines Geräts abzuspeichern, sodass man immer einfach wieder zu dieser zurückwechseln kann.


Crossband Repeaterbetrieb

Hat ein Repeatersystem mehrere Bandmodule, kann man auch von einem Band zum anderen sprechen. Ist nun unser Beispiel OM DA1AAA auf 70cm und DB2BBB auf 23cm, sehen die Einstellungen der beiden Teilnehmer so aus:

Crossband von 70cm nach 23cm
bei DA1AAA 12345678 <---> bei DB2BBB 12345678
UrCall: CQCQCQ__ UrCall: CQCQCQ__
Rpt1: DB0HRF_B Rpt1: DB0HRF_A
Rpt2: DB0HRF_A Rpt2: DB0HRF_B
MyCall: DA1AAA__ MyCall: DB2BBB__


Der Repeatercontroller (bei ICOM Systemen) sorgt nun dafür, das die Datenpakete von DA1AAA, die über das 70cm-Modul empfangen werden, zum 23cm-Modul kommen und dort ausgesendet werden. Umgekeht wird die 23cm-Aussendung von DB2BBB nach 70cm weiter geleitet. Der Gateway-PC ist hier nicht eingebunden.


Verbindungen via Gateway

Der große Vorteil von D-STAR ist ja die Möglichkeit via Gateway weltweite Verbindungen herstellen zu können. Da kommen jetzt auch wieder verschiedene Betriebsmodi in Frage:

Callsign-Routing zu bestimmten OM's oder YL's <--- D-STAR Standard, Registrierung erforderlich (*)
Callsign-Routing zu entfernten Repeatern <--- D-STAR Standard, Registrierung erforderlich (*)
Multicast Gruppenrufe über mehrere Repeater <--- D-STAR Standard
CQ-Ruf via DPLUS Links zu einem anderen Repeater <--- Erweiterung DPLUS
Konferenzen über DPLUS Reflectoren <--- Erweiterung DPLUS
Konferenzen über DXTRA Reflectoren <--- Erweiterung DXTRA


Alle diese verschiedenen Betriebsmodi kann man quasi gleichzeitig machen, nur leider endet das öfter mal im Chaos. DPLUS und DXTRA laufen in der Regel nicht gleichzeitig, aber es soll auch Systeme geben, wo man entsprechend umschalten kann. Letztgenannte sind dem Autor jedoch nicht bekannt und die Aussage beruht auf Höhrensagen. Wer mehr weiss, bitte diesen Abschnitt einfach entsprechend abändern.

Der originale D-STAR Standard kannte nur die ersten drei Verfahren und gerade wenn man diese mit den anderen Erweiterungen DPLUS oder DXTRA vermischt, kommt es sehr schnell zu Missverständnissen. Oft reicht schon aus, wenn man einfach in einen Ruf - sei es CQ oder direkt eine bestimmte Station, über welches Verfahren man eigentlich ruft. Es ist zwar nicht genau das gleiche, aber wenn man z.B. auf dem 20m-Band in SSB CQ ruft, soll man ja auch "CQ 20m, CQ 20m, hier ist XYZ" rufen und das obwohl man doch auf 20m ist. Aber man macht das einfach so.

(*) Im US-Trust Netz ist hierfür eine einmalige Registrierung erforderlich, bei der man sein Standard-Terminal anlegen muss. Ob man für Multicast-Gruppenrufe eine Registrierung benötigt, ist nicht genau bekannt. Siehe auch D-Star#US-Trust_Netz


Callsign-Routing direkt

OM DA1AAA möchte wieder DB2BBB rufen, weiß aber nicht wo der ist. Das weiß aber das D-STAR System, denn jedesmal wenn DB2BBB seine PTT gedrückt hat, speichert das System über verschiedene Methoden diese sogenannte LastHeard Information. Für das Beispiel nehmen wir an DB2BBB ist nach Fulda gefahren und ist nun auf DB0WK, 70cm QRV (was DA1AAA aber nicht weiß oder wissen muss!). Die Einstellungen:
IC-E91 RX-CS Taste
Callsign-Routing Ruf direkt
bei DA1AAA 12345678 <---> bei DB2BBB 12345678
UrCall: DB2BBB__ UrCall: DA1AAA__
Rpt1: DB0HRF_B Rpt1: DB0WK__B
Rpt2: DB0HRF_G Rpt2: DB0WK__G
MyCall: DA1AAA__ MyCall: DB2BBB__


Nun schaut der Gateway DB0HRF_G in seiner Datenbank nach, wo denn DB2BBB zuletzt gehört wurde, stellt fest das war auf DB0WK__B und sendet die Pakete via Internet zu DB0WK__G, der sie dann an DB0WK__B weiter reicht. Hört DB2BBB nun den Ruf, muss er das Rufzeichen von DA1AAA einfangen. Dazu haben die meisten D-STAR Geräte eine Funktion, genannt RX-CS. Mit dieser Taste oder Menüfunktion holt DB2BBB das Rufzeichen DA1AAA in das UrCall Feld hinein und dann dem Anrufer antworten. Das Gespräch kann nun stattfinden.

DA1AAA solte in diesem Beispiel seinen Anruf so gestalten: "DB2BBB DB2BBB hier ruft DA1AAA via DB0HRF B". Diese Art Anruf hilft DB2BBB zu erkennen, das er die RX-CS Funktion nutzen sollte, damit er dem OM antworten kann. Beim IC-E91 z.B. befindet sich diese RX-CS Taste unten rechts. Drückt man sie für einige Sekunden, wird das letztgehörte Rufzeichen (Received Callsign = RX-CS) in das UrCall-Feld eingetragen. Während man mit der einen Hand die Taste gedrückt hält, kann man auch noch oben am Kanalwahlschalter drehen und so in der Liste der zuletzt gehörten Rufzeichen eines auswählen.


Callsign-Routing via Repeater

Man kann auch gezielt auf einem bestimmten Repeater CQ rufen, in dem man dessen Rufzeichen und den Bandmodul-Kenner adressiert. Nehmen wir wieder an DA1AAA ruft über DB0HRF 70cm und sucht eine Verbindung nach München, DB0TVM 70cm. Weiter nehmen wir an DB2BBB ist jetzt in München und antwortet auf den CQ-Ruf:

Callsign-Routing Repeater CQ Ruf
bei DA1AAA 12345678 <---> bei DB2BBB 12345678
UrCall: /DB0TVMB UrCall: DA1AAA__
Rpt1: DB0HRF_B Rpt1: DB0TVM_B
Rpt2: DB0HRF_G Rpt2: DB0TVM_G
MyCall: DA1AAA__ MyCall: DB2BBB__


OM DA1AAA gibt als Zieladresse nun /DB0TVMB an. Hier fällt das Leerzeichen zwischen DB0TVM und dem B weg, da ja nach D-STAR Standard das Adressenfeld nur 8 Zeichen groß ist. Zeichen eins ist der Schrägstrich, damit der Gateway merkt: "Aha hier soll ein Repeater gerufen werden" und darum folgt dann das B für 70cm direkt nach dem Rufzeichen des Repeaters. Alle Aussendungen von DA1AAA werden nun zum Repeater in München gesendet.

Unser Beispielpartner DB2BBB muss nun wieder die RX-CS Funktion seines Gerätes nutzen, um DA1AAA ins UrCall-Feld einzufangen. Genau genommen funktioniert dann seine Rückantwort nach dem Prinzip Callsign-Routing direkt, wie es im vorherigen Abschnitt beschrieben wurde. Seine Aussendungen werden automatisch dahin weiter geleitet, wo DA1AAA zuletzt gehört wurde. Natürlich könnte DB2BBB auch den Repeater, also /DB0HRFB, direkt adressieren und diese Einstellung in seinem Gerät abspeichern. Somit kann er selbst auch immer wieder einfach einen CQ-Ruf Richtung Taunus starten.


Multicast Gruppenrufe

Eine weitere, aber wenig genutzte Funktion des D-STAR Standards sind die Multicast-Gruppen. Diese Gruppen müssen vom Gateway Administrator angelegt werden und sind immer nur auf dem eigenen Gateway gültig. Zum Beispiel war mal für Hessen angedacht auf hessischen Gateways die Gruppe /HESSEN anzulegen und dieser die anderen Partner zuzuordnen. Aber das hat sich bis heute nicht etabliert. Die Konfiguration auf dem Gateway ist nicht kompliziert, jedoch ist sie statisch, d.h. wenn ein neuer Gateway hinzukommt oder einer wegfällt, muss erst der Admin dies auf dem Gateway Web-Interface ändern. Und die Anzahl der adressierbaren Gateways ist auf 10 begrenzt.

Muticast Gruppenruf
bei DA1AAA 12345678
UrCall: /HESSEN
Rpt1: DB0HRF_B
Rpt2: DB0HRF_G
MyCall: DA1AAA__


Die Aussendung von DA1AAA wird jetzt an alle Repeater weiter gesendet, die der Admin auf DB0HRF konfiguriert hat. Stand 27.02.11 sind das: DB0HRF B, DB0SIF B, DB0BOS B, DB0HRM B, DB0HRR C, DB0WK B und DB0AFZ B. Damit könnte man z.B. einen Rundspruch senden oder einen großflächigen CQ-Ruf starten. Beim CQ-Rufen sollte man anschließend aber sofort auf Callsign-Routing direkt wechseln (siehe oben), um nicht das komplette Netz zu blockieren.

Ebenso muss man auch bedenken, das diese Multicast-Gruppe nicht automatisch auf allen anderen Gateways existiert, sondern muss erst vom jeweiligen Admin einmal angelegt werden. Geeignet ist sie damit eigentlich nur für Rundsprüche. Dafür müssen sie nur auf dem Gateway angelegt sein, wo die Rundspruchstation einstiegt ins Netzwerk. Alle anderen hören ja nur zu.

Für großflächige CQ-Rufe haben sich eher die Reflectoren von DPLUS und DXTRA etabliert, die in den folgenden Abschnitten beschrieben werden.


Nutzung von Zusatzerweiterungen

Um das System mit weiteren Funktionen auszustatten wurden einige Erweiterungen für D-STAR entwickelt. Einige arbeiten nur im Hintergrund, z.B. um Statusinformationen anzuzeigen (DSM u.a.), andere um Routinginformationen zu verteilen (ircDDB) und solche über die man Verbindungen herstellen kann (DPLUS und DXTRA). In diesem Artikel geht es vorrangig darum, wie man Verbindungen herstellt, deswegen hier jetzt die Beschreibung dazu:


CQ-Ruf via DPLUS Link zu Repeater

Mit der Erweiterung DPLUS kann man einen Repeater mit einem anderen Repeater verbinden. Für den Verbindungsaufbau muss einmalig ein Befehl an DPLUS gesendet werden, der diesen Link aktiviert. Dannach setzen alle Teilnehmer ihr Gerät auf die Grundeinstellung, wie oben im Abschnitt Lokaler Repeaterbetrieb:

Einschalten DPLUS-
Repeater-Link
bei DA1AAA 12345678
UrCall: DB0TVMBL
Rpt1: DB0HRF_B
Rpt2: DB0HRF_G
MyCall: DA1AAA__


Damit schaltet DA1AAA die Verlinkung von DB0HRF B mit DB0TVM B ein, sofern beide Repeater frei sind. Das L muss dabei an 8. Stelle stehen und davor ist das Call und der Bandmodul-Buchstabe. Ist auf DB0HRF bereits ein Link aktiv, kommt von DPLUS die Meldung: "Link bereits aktiviert" als Sprachausgabe. Auf vielen Repeatern wird die Ausgabe in englisch kommen und lautet dann: "Link already established". Ist das der Fall, muss man den bestehenden Link erst abschalten mit:

IC-E91 Tasten
Ausschalten DPLUS-Link
bei DA1AAA 12345678
UrCall: _________U
Rpt1: DB0HRF_B
Rpt2: DB0HRF_G
MyCall: DA1AAA__


Im UrCall-Feld gibt man 7 Leerzeichen ein (zur Erinnerung, die "_" sind nur Platzhalter für Leerzeichen " ") und ein U, welches für Unlink steht. Damit wird eine bestehnde Verlinkung getrennt. Nachdem der entsprechende Befehl gesendet wurde (also Link ein- oder ausschalten), muss man wieder auf CQCQCQ wechseln. Das macht man mit dem IC-E91 z.B. durch drücken der Taste 0/CQ für ein paar Sekunden. Dies trägt dann im Feld Ur-Call wieder CQCQCQ ein. Dies entspricht dann der weiter oben bereits genannten Standard-Einstellung.


DPLUS Zusatzbefehle

Mit weiteren Befehlen im UrCall-Feld kann man DPLUS noch mehr entlocken. Hier eine Liste der wichtigsten Befehle:

DPLUS Zusatzbefehle
UrCall-Befehl Funktion
DB0HRF_I Mit I wie Info wird die Audiodatei id.dvtool vom Gateway ausgesendet, wenn kein DPLUS Link aktiviert ist. Die Datei id.dvtool muss vom Admin angelegt werden. Ist ein DPLUS Link aktiv, wird remotesystemlinked.dvtool (siehe unten im Abschnitt DPLUS Meldungen) gesendet, mit der Low-Speed-Data Meldung, mit welchem System der Link existiert.
DB0HRF_E Die Echo-Funktion funktioniert wie ein Papagei. Alles was man sendet, wird in der Datei echo.dvtool temporär gespeichert und wieder ausgesendet. Dabei wird nicht nur die Sprache, sondern auch die Low-Speed-Daten werden wiederholt. Am Gateway findet ja keine Dekodierung statt, die Datenpakete werden 1-zu-1 wiedergegeben.
Mit dieser Funktion kann der Admin auch eigene Texte speichern, indem er jeweils die Datei echo.dvtool auf dem Gateway kopiert.


DPLUS Reflector Konferenz

Interessanter als ein Link zwischen zwei Repeatern, ist die Nutzung von Reflectoren, die wie ein großer Konferenzraum wirken. Mit einem solchen Reflector können sich gleich mehrere Repeater verbinden und alle können miteinander sprechen. Bei gößeren Runden ist es von Vorteil, wenn man sprichwörtlich das Mikrofon übergibt und grundsätzlich sollte man deutliche Sprechpausen zwischen den Durchgängen lassen, damit andere in die Konversation einsteigen können.

Einschalten Reflector-Link
bei DA1AAA 12345678
UrCall: REF006CL
Rpt1: DB0HRF_B
Rpt2: DB0HRF_G
MyCall: DA1AAA__


Mit dem Befehl REF006CL im UrCall-Feld baut DPLUS einen Link zum Reflector 6, Modul C auf. Bei den Reflectoren haben die Buchstaben nichts mit Frequenzbändern zu tun, sondern sind einfach nur in A, B, C und manchmal noch D unterteilt. Die grundlegende Nutzungsverteilung, also welcher Reflector für was genutzt werden soll/kann findet man unter: http://www.dstarinfo.com/reflectors.aspx , wo bei REF006 C z.B. steht: German Net. Der REF006 hat auch ein Modul D, welches auch in DL genutzt wird. Aktuelle Verlinkungen sieht man hier: http://ref006.dstargateway.org/


DXTRA Reflector Konferenz

(Dieser Abschnitt soll die Benutzung von DXTRA anhand von Beispielen wie z.B. oben für DPLUS aufzeigen. Den letzten Text habe ich in eine neue Seite DXTRA verschoben. Bitte diesen Abschnitt neu füllen. Danke. --Dh9fax 20:26, 12. Mär. 2011 (CET)


DCS Reflectoren

Von der Benutzung her verhalten sich DCS-Reflectoren ähnlich wie die von DPLUS oder DXTRA. Folgende Unterschiede sind jedoch entscheidend für die Beliebtheit von DCS:

  • Virtuelle Räume von A-Z mit übersichtlicher, teils regionaler, teils technischer Zuordnung
  • Befehle zum Ein- und Ausschalten sowie zur Statusabfrage mittels DTMF oder den bekannten UR-Call-Feld Befehlen
  • Echo Reflector Raum Z bei jedem DCS vorhanden
Beispiele für DTMF-Befehle
DTMF-Töne Auswirkung
0 Mit der Null wird der aktuelle Status abgefragt. Die Ausgabe kommt als Sprach- und Textausgabe.
# Aktive Verbindung wird getrennt. Vor neuem Linkaufbau wird dies bei ircDDBGateway Repeatern nicht benötigt. Der aktive Link wird automatisch getrennt.
D101 Link einschalten zu DCS001 A. D = DCS, 1 = 001, 01 = A.
D126 Link einschalten zu DCS001 Z. D = DCS, 1 = 001, 26 = Z. Dies ist der Echo-Test-Raum von DCS001.
D1201 Link einschalten zu DCS012 A. Theoretisch liegt die Grenze bei D99926 = DCS999 Z (den es aber (noch) nicht gibt).
33B Link einschalten zu XRF033 B. Ein Beispiel für einen DXTRA X-Reflector.
*6C Link einschalten zu REF006 C. DPLUS Reflectoren können auch via DTMF verlinkt werden bei ircDDBGateway.


Eine Übersicht über alle verfügbaren DCS Refelctoren, deren Räume, den verlinkten Repeatern und Nutzern findet man auf http://xreflector.net links im Menü jeweils unter Group Info.


CCS - Call Connection Service

Mit CCS wurde 2013 ein neues Verfahren eingeführt, bei dem jeder Nutzer sich bei xreflector.net als CCS-Nutzer registrieren muss(*). Dort wurde einem dann ein 4-stelliger DTMF-Code (neu CCS7 / siehe folgender Abschnitt) zugeteilt, der wie eine Art Telefonnummer gewählt werden konnte. Gibt man eine solche Nummer ein, baut der eigene Repeater eine Linkverbindung zu dem Repeater auf, auf dem der gesuchte Gesprächspartner sein soll. Der Gerufene User muss nichts an seinen Einstellungen ändern, sondern kann einfach mit der Standardeinstellung CQCQCQ direkt antworten. Als Trenn-Zeichen wird hier der DTMF-Ton A verwendet um einen CCS-Link zu beenden.

(*) Die Zwangsregistrierung wurde eingeführt, um Störer abzublocken, bzw. diese besser erkennen und finden zu können. Ohne DTMF-Nummer wird man nicht auf DCS-Reflectoren übertragen und kann auch keine Links aufbauen.

CCS-Links können auch zu einem Repeater aufgebaut werden. Jeder Gateway, der registriert ist, bekommt ebenfalls eine 4-stellige DTMF-Nummer und als 5. Ziffer wählt man das Modul aus, das man erreichen will: 1=A/23cm, 2=B/70cm, 3=C/2m und je nach Repeater gibt es auch 10m-Module mit 4=D. Diese Nummern findet man auch auf http://xreflector.net unter DTMF-List oder Repeater links im Menü.


CCS7 - Erweiterung 2015

Seit August 2015 wird nun das CCS7-System verwendet. Man musste doch feststellen, dass die Anzahl der möglichen 4-stelligen CCS Nummern nicht ausreichte. Darum lehnt man sich nun an das DMR-System an mit einer 3-stelligen Vorwahl, die dem GSM Telefonnetz entlehnt wurde und einer 4-Stelligen Teilnehmernummer, zusammen also 7 Ziffern. Wer bereits eine DMR-ID hatte, bekommt diese automatisch als CCS7-ID zugewiesen. Hat man mehr als eine DMR-ID, ist die erste die CCS7-ID. Infos dazu bei xreflector.net unter dem Stichwort CCS7.

Die Nutzung einer gemeinsamen ID für D-STAR und DMR erleichtert auch die Bestrebungen, Brücken zwischen den Systemen zu bauen um Funkverbindung zwischen diesen zu ermöglichen.

CCS7-IDs werden aktuell (Stand September 2015) auch nur für Endnutzer vergeben. Gateways für Relaisfunkstellen erhalten zurzeit noch keine CCS7-ID. Hotspots dagegen laufen ja unter dem Rufzeichen des Nutzers und haben damit automatisch die CCS7-ID des Besitzers.

Links

Interne Seiten

  • D-STAR Benutzung Teil 2 - Mögliche Probleme, verschiedene Meldungen und logische Fehler findet man dort im Teil 2
  • Über den Link unten zur Kategorie "Digital Voice" findet man weitere Seiten innerhalb dieses Wikis.


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