ARQ

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Automatic Repeat ReQest (ARQ, dt. automatische Wiederholungsanforderung) bezeichnet Verfahren, mit denen fehlerhaft empfangene Daten erneut beim Absender angefordert werden.

Dazu erfolgt vor der Übertragung eine Kodierung der Daten. Bei dieser wird zu den Daten Redundanz hinzugefügt. Bei der Dekodierung der empfangenen Daten werden über die Redundanz die Daten auf Übertragungsfehler überprüft. In Fällen von Fehlern verwirft der Empfänger diese fehlerhaften Daten und fordert sie beim Sender automatisch erneut an.

Diese Verfahren werden sehr oft und schon sehr lange bei der Übertragung von Daten eingesetzt.

Der Aufwand bei der Kodierung und bei der Dekodierung kann sehr klein gehalten werden, weshalb die ARQ auch bei einfacher Schaltungstechnik einsetzbar ist.

Ein frühes Beispiel für eine mögliche Kodierung ist das Paaritätsbit bei der seriellen asynchronen Datenübertragung. In einer Variante wird zu einem 7-Bit-Datenwort ein achtes Bit hinzugefügt. Diese Bit wird so gebildet, dass in den 8 Bit immer eine geradzahlige Anzahl von 1-Bits enthalten ist. Auf Empfangsseite kann das überprüft werden. Bei Verletzung der Paaritätsregel muss ein Empfangsfehler vorliegen. Der Empfänger hat dann die Möglichkeit, die Zeichen beim Sender erneut anzufordern. ARQ ist es nur dann, wenn das automatisch erfolgt.

Üblicherweise wird bei ARQ eine wirksamere Redundanz hinzugefügt, als beim zuvor genannten Beispiel. Beim Beispiel lassen sich im Datenwort nur alle Einfachfehler sicher erkennen. Ein weit verbreitetes Protokoll mit ARQ ist TCP.

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