Wie funktioniert eine Antenne?

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Anhand einer Röhre, die zunächst nur einen Ball enthält, wollen wir uns der Funktionsweise und den Zusammenhängen in einer Antenne annähern.

In einer an beiden Enden geschlossenen Röhre befindet sich ein Ball. Der Ball liegt am linken Ende der Röhre und wird von einem Generator angestoßen. Er legt nun eine Strecke x in einer bestimmten Zeit zurück. Trifft er auf das andere Ende der Röhre, so prallt er zurück, er wird "reflektiert". Stößt man den Ball zum passenden Zeitpunkt am linken Ende der Röhre nach seinem Rücklauf zum Startpunkt erneut an, so wird dem Ball neue Energie hinzugefügt bzw. die noch vorhandene verstärkt. Dies läßt ihn wieder gegen das rechte Ende der Röhre laufen. Versäumt man den richtigen Zeitpunkt des Anstoßes bzw. stößt ihn von der "falschen" Seite her an, so kann es passieren, dass der Ball mitten in der Röhre liegen bleibt oder eine andere Richtung einschlägt. Gegensätzlichen "Energien" heben sich auf. Wäre die Röhre unendlich lang, würde unser Ball an einer Stelle x irgendwann zum Stehen kommen - er wäre ausgerollt, seine Energie "verbraucht". Es ist u.a. der Rollwiderstand, der unserem Ball zum Stehen gebracht hätte.

Der Ball ist die Ladung, die sich mit 300.000 km/s bewegt. Die Röhre stellt unsere Antenne dar. Das Anstoßen ist unser Sender (Generator), der Energie zuführt. Wichtig ist hier der "richtige" Zeitpunkt und Ort der Energiezuführung. Unser Ball verfügt somit zu jedem Zeitpunkt auf dem zurückgelegten Weg über eine bestimmte Menge an Energie. Werden nun mehrere Bälle hintereinander in die Röhre geschickt und an der selben Stelle angestoßen, so bilden sie eine Art Zug. Jeder Ball stellt einen Waggon des Zuges. Die Waggons sind nicht mit einander verbunden, jedoch einzeln beleuchtet - klar in der Röhre ist es dunkel. Sie folgen einander auf ihrem Weg. Würde nun die Röhre für einen Waggon plötzlich verlängert und für den nächsten wieder auf das ursprüngliche Maß verkürzt, würde dieser Waggon später zurückprallen, als der Waggon nach ihm. Dieser Waggon würde den Zugverbund empfindlich stören. Nachfolgende Waggons oder neu ankommende Waggons in ihrem Bewegungslauf werden beeinflusst. Es entstünde ein Durcheinander. Die Länge der Röhre spielt hierbei eine nicht unerhebliche Rolle. Bleibt sie und das zeitlich Anstoßen neuer Waggons im Rhythmus, so funktioniert unser System. Der Zug fährt. Die kleinste Störung hebelt das System aus. Es kommt zu Beeinflussungen.

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