Wellenwiderstand
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Der Wellenwiderstand ist eine Kenngrösse, die speziell im Zusammenhang mit HF-Leitungen Bedeutung hat. Der Wellenwiderstand ist eine reine Rechengrösse und hat wenig bis nichts mit dem Bauelement Widerstand zu tun.
Wird an eine HF-Leitung eine Hochfrequenzspannung angelegt, so beginnt auch ein HF-Strom in die Leitung zu fließen. Die Energie kann sich auf der Leitung aber nur mit einer begrenzten Geschwindigkeit vorwärtsbewegen. Anfangs hängt der Strom also überhaupt nicht von der Situation am Ende der Leitung ab, sondern nur vom Aufbau der Leitung selber. Dieser Aufbau bestimmt, wie groß der Strom ist, der sich bei der Spannung einstellt. Den Quotienten aus HF-Spannung und HF-Strom nennt man Wellenwiderstand. Es ist eine reine Rechengröße. Das Wort Widerstand kommt vom Quotienten U/I. Der Wellenwiderstand hat nichts mit Verlusten zu tun!
Weil dieser Quotient in "Reinkultur" nur solange gilt, wie (noch) keine Energie vom Leitungsende zurückkommt, gilt er für die hinlaufende Welle. Bei Anwesenheit von hin- und rücklaufender Welle kommt es zu Überlagerungen. Gäbe es die rücklaufende Welle ohne hinlaufende Welle, dann wäre der Quotient der selbe.
Im HF-Frequenzbereich kann der Wellenwiderstand wie folgt einfach messtechnisch ermittelt werden:
Zw: Wellenwiderstand L: Induktivität eines Stücks der Leitung C: Kapazität des selben Leitungsstücks
Bei der Messung von C bleibt das andere Ende der Leitung offen, bei der Messung von L wird es kurzgeschlossen.
