Wellenausbreitung oberhalb von 30 MHz

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Elektromagnetische Wellen oberhalb 30 MHz breiten sich anders aus als längere Wellen. Es ist also nicht unerheblich, welche Frequenzen vom Funkamateur genutzt werden.

Bild:UKW-Ausbreitung.gif

Im UKW-Bereich reicht der Funkhorizont in etwa 15% weiter als der optische Horizont. Höhere Reichweiten im UHF/VHF-Bereich kommen u. a. durch Streuung der Wellen an troposphärischen Bereichen unterschiedlicher Beschaffenheit zustande. Diese Verbindungen bezeichnet man als Überhorizontverbindungen. Für VHF-Weitverkehrsverbindungen wird daher hauptsächlich die troposphärische Ausbreitung genutzt.

Die Troposphäre reicht bis ca. 8 km Höhe und befindet sich im unteren Teil der Atmosphäre. Dort wird unser Wetter "gemacht". Die meteorologischen Eigenschaften sind es, die für Funksignale oberhalb 50 MHz eine Rolle spielen. An den Übergängen zwischen optisch dichten und optisch dünnen Luftschichten ist eine Reflektion der Funkwellen möglich. Man spricht auch von "Überreichweiten" bei Inversionswetterlagen. Im Frühjahr bzw. Herbst ist hiermit verstärkt zu rechnen. In Europa bestehen auf der Rückseite von Hochdruckgebieten die besten Möglichkeiten für derartige Inversionen. Die Polarisation der Funkwellen wird hier nicht so stark wie bei KW-Signalen in Mitleidenschaft gezogen. Sende- und Empfangsstelle sollten somit die gleiche Polarisation verwenden.

Die Reichweite einer UKW-Verbindung steigt mit zunehmender Höhe der Antenne, weil die optische Sichtweite dadurch zunimmt. Das Geländeprofil zwischen Sende- und Empfangsantenne ist maßgebend für das Zustandekommen und die Qualität einer Funkverbindung. Je besser der „Sichtkontakt“ zwischen Sende- und Empfangsantenne ist, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit für das Zustandekommen der Funkverbindung und einer guten Qualität.

Durch das Eindringen geladener Teilchen von der Sonne in die Atmosphäre treten Aurora-Erscheinungen auf. Unsere Sonne „mischt auch hier mit“. Während einer Funkverbindung haben dadurch CW-Signale einen flatternden und verbrummten Ton. Dennoch ist CW die beste Betriebsart für Aurora-Verbindungen.

Die E-Schicht der Ionosphäre wird teilweise lokal ungewöhnlich stark ionisiert. An diesen Bereichen finden dann dort begrenzte Reflektionen statt. Sporadic-E nennt der Funkamateur diese Erscheinung. Besonders in den Sommermonaten sind über Sporadic-E weite Funkverbindungen bis zu einer Betriebsfrequenz von etwa 180 MHz möglich. Die sporadische E-Schicht ist sehr dünn und hat eine Dicke zwischen 300m und wenigen Kilometern. Ausschließlich die starke Ionenkonzentration und Reflektion der Funkwellen an dieser Schicht erlaubt Weitverbindungen.

Fragenkatalog

Klasse E

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