VoIP-Netzwerk DL

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Inzwischen laufen auch in Deutschland Versuche mit der Vernetzung lokaler VoIP-Server (Asterisk) über das HAMNET. Durch die Vernetzung wird es möglich, beliebige Teilnehmer zu erreichen, ohne dass man wissen muss, auf welchem Server der jeweilige Teilnehmer gerade mit seinem Telefon angemeldet ist.

Inhaltsverzeichnis

Rufnummernsystem

Im Moment wird ein Rufnummernsystem verwendet, welches sich direkt aus dem jeweiligen Rufzeichen ableitet. Mit einer Zahlentastatur, auf der auch Buchstaben aufgedruckt sind, kann man das Zielrufzeichen dann direkt wählen (Ziffern: Zifferntaste + "0", Buchstaben: Zifferntaste + Position des Buchstabens auf der Zifferntaste).

Beispiel: DB0TV = D (31) + B (22) + 0 (00) + T (81) + V (83) = 3122008183

Ein nützliches Tool zur einfachen Ermittlung beliebiger Rufnummern nach diesem System gibt es im Internet und im HAMNET.

Lokale Einträge

Jeder Teilnehmer wird zunächst auf dem lokalen Asterisk-Server mit Rufnummer, Rufzeichen und ggf. Kennwort eingetragen. Anschließend ist eine Anmeldung mit jedem VoIP- bzw. SIP-fähigen Telefon möglich. Es können sowohl Hardware-Telefone (z.B. Cisco, Snom, Ubiquiti, Grandstream etc.) als auch Software-Telefone (z.B. PhonerLite) eingesetzt werden.

Vernetzung

Damit auch Teilnehmer auf fremden Servern erreicht werden können, ist eine Vernetzung der Server erforderlich. Hierzu wird derzeit DUNDi eingesetzt. Die lokalen Asterisk-Systeme benötigen dabei nur einen oder mehrere Nachbarn (Peers), mit denen sie ihre Daten austauschen. Ist ein Teilnehmer nicht auf dem lokalen System angemeldet, werden die Nachbarn gefragt. Diese wiederum fragen ihre Nachbarn usw. War die Anfrage erfolgreich, wird die Verbindung sofort aufgebaut und das Ergebnis zusätzlich in einem lokalen Cache abgelegt.

Netzwerkstruktur

Es könnte sinnvoll sein, später in jedem Distrikt bzw. AS einen Asterisk-Server zu installieren. Diese Server sollten dann jeweils mit etwa zwei oder drei Nachbarn vernetzt sein. Ein Full-Mesh (also eine Vernetzung aller Server untereinander) ist nicht unbedingt erforderlich. Zunächst reicht es erst einmal aus, wenn sich alle beteiligten Server über einen oder mehrere Nachbarn gegenseitig erreichen können.

Lokale Telefonanlagen

Kleinere Systeme, also z.B. lokale Telefonanlagen am Standort eines Relais, einer Clubstation oder bei den OM’s zuhause sind - soweit sinnvoll - ebenfalls möglich. Hierzu sollte man dann ein Peering mit dem Server des eigenen Distriktes bzw. AS einrichten.

Aktive Server

Die nachstehend aufgeführten Server sind derzeit an den Versuchen beteiligt und stehen auf Anfrage gerne für benachbarte Distrikte bzw. AS zum Peering bereit:

  • DB0FOR - Forchheim - DISTRIKT-B-626-AS
  • DB0HSR - Hochschule Regensburg - DISTRIKT-U-630-AS
  • DB0HUP - Uni Passau - DISTRIKT-U-630-AS
  • DB0NTV - Neustadt/Donau - DISTRIKT-U-630-AS
  • DB0OHA - Herzberg/Harz - DISTRIKT-H-OST-643
  • DB0PAS - Passau - DISTRIKT-U-630-AS
  • DB0TV - Ennepetal - DISTRIKT-O-SUED-651-AS
  • DB0WA - Aachen - DISTRIKT-G-634-AS
  • DB0ZAV - Rendel - DISTRIKT-F-OST-660-AS

Weitere Informationen

Interessierte Sysops erhalten weitere Informationen sowie Beispiel-Konfigurationsdateien zur Einrichtung eines Asterisk-Servers z.B. im HAMNET unter http://forum.db0tv.ampr.org.

HAMServerPi

Ein sehr einfacher Start ist mit der aktuellen Version 1.1 des HAMServerPi möglich. Dort ist bereits ein Asterisk-Server für erste Versuche betriebsfertig vorinstalliert; die Konfigurationsdateien sind ebenfalls entsprechend angepasst. Ein Kurzinfo zum HAMServerPi gibt im Internet unter http://www.hamserverpi.de. Weiterführende Informationen wie z.B. eine Bedienungsanleitung, Tipps und Tricks etc. gibt es im HAMNET unter http://db0tv.ampr.org/hamserverpi.

Danksagung

An dieser Stelle vielen herzlichen Dank an Lucas, OE2LSP. Lucas hat uns tatkräftig bei den ersten Schritten am Beispiel des bereits in OE existierenden VoIP-Systems unterstützt.

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