Symmetrieglieder

Aus Amateurfunk Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Symmetrieglieder leiten Gleichtaktstrom (Mantelwellen) gegen Masse ab, lassen jedoch Gegentaktstrom ungehindert hindurch. So kann die Energie zwischen Funkgerät und Antenne ungehindert fließen, unerwünschte Ausgleichströme können die Last (im Sendefall die Antenne, im Empfangsfall den Empfänger) nicht erreichen, wenn das Symmetrieglied an völlig symmetrischen Quellen bzw. Lasten eingesetzt wird.

Ausführungen

Beim Symmetrieglied findet der Gegentaktstrom über die aufgewickelte Leitung (TEM-Welle) seinen Weg. Die beiden betrags- und phasengleichen Teile des Gleichtaktstromes erzeugen auf ihrem Weg zum Masseanschluss im Kern zwei magnetische Flüsse, die sich vollständig aufheben. Es liegt somit für den Gleichtaktstrom ein Kurzschluss gegen Masse vor. Ist der Gleichtaktstrom ungleich auf die beiden Anschlüsse des Symmetriegliedes aufgeteilt, was bei nicht sehr symmetrischen Quellen bzw. Lasten der Fall ist, dann wird im Symmetrieglied dieser Anteil Gleichtaktstrom in Gegentaktstrom umgewandelt, der dann die Last erreicht.

  • das Symmetrieglied 1:1 wird mit einer Leitung des gleichen Wellenwiderstandes wie die Quelle und Last aufgebaut. Der Aufbau entspricht dem eines Sperrgliedes (Drossel). Erst ein dritter Draht macht daraus ein Symmetrieglied. Die Anzahl der Windungen ist die gleiche, wie die der aufgewickelten Leitung. Die Wickelrichtung ist so zu wählen, dass für Gleichtaktstrom der gewünschte Kurzschluss gegen Masse erfolgt.

Bild:sym5050.jpg

  • das Symmetrieglied 1:4 wird mit einer Leitung aufgebaut, deren Wellenwiderstand dem geometrischen Mittel der Quell- und Lastimpedanz entspricht, bei 50 Ohm und 200 Ohm sind das 100 Ohm. Der Aufbau entspricht dem einer Spule mit Mittelanzapfung, jedoch gehört diese Mittelanzapfung immer an Masse.

Bild:Sym50200.JPG

Persönliche Werkzeuge