Superhet

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Der Super (auch Superhet oder vollständig Superheterodynempfänger) setzt die empfangene Frequenz mindestens einmal auf eine andere Frequenzlage um. Das bringt bei der Konstruktion und Leistungsfähigkeit Vorteile gegenüber dem Geradeausempfänger.


Inhaltsverzeichnis

Grundprinzip

Vorteile

Eine variable Empfangsfrequenz kann durch die richtige Veränderung der Oszillatorfrequenz auf eine stets konstante Zwischenfrequenz ZF umgesetzt werden. Da diese ZF konstant bleibt, können die Selektionsglieder auf der ZF fest abgestimmt sein. Im Gegensatz dazu müssen beim Geradeausempfänger alle Selektionsmittel passend zur variablen Empfangsfrequenz im Gleichlauf mit abgestimmt werden. Das ist praktisch nur bei wenigen Kreisen realisierbar. Beim Super können mehr fest abgestimmte Selektionsglieder enthalten sein.

Mit den fest abgestimmten Filtern können anspruchsvollere Filterkurven erreicht werden. Der Einsatz von Quarzfiltern erfordert auch eine feste Frequenzlage. Quarzfilter sind praktisch nicht oder nur in extrem geringem Maße nachstimmbar.

Die ZF-Verstärker des Supers sind auf die feste ZF optimiert. Auch bei hohen Verstärkungen ist eine stabile Arbeit relativ leicht erreichbar. Die stabile Arbeit von Verstärkern bei variabler Frequenz (Geradeausempfänger) stellt auch eine Schwierigkeit dar.

Ist die ZF niedriger als die Empfangsfrequenz, so kann bei gleicher Güte der Selektionskreise eine geringere absolute Bandbreite erzielt werden.

Nachteile

Bei einer Mischung entstehen Mehrdeutigkeiten. Wird z.B. die Oszillatorfrequenz von der gewollten Empfangsfrequenz abgezogen um die ZF zu erhalten, so ergibt die Addition der Oszillatorfrequenz mit einer bestimmten anderen Empfangsfrequenz die gleiche ZF. Die ungewollte Empfangsfrequenz wird als Spiegelfrequenz bezeichnet. Diese muss vor dem Mischer durch Selektionsglieder hinreichend unterdrückt werden.

Durch den Einsatz moderner IQ-Mischer kann der Spiegelfrequenzempfang theoretisch vermieden, praktisch stark reduziert werden.

Mehrfachsuper

In der Praxis wird bei einigen Empfängern die Empfangsfrequenz mehr als einmal umgesetzt. Diese Empfänger haben mehrere Zwischenfrequenzen. Damit lassen sich gegensätzliche Anforderungen leichter erfüllen. Die erste ZF ist relativ hoch. Das ist günstig für eine gute Spiegelfrequenzunterdrückung aber weniger gut für eine "perfekte" Durchlasskurve des ZF-Filters. Eine niedrigere zweite ZF erlaubt eine "perfekte" Filterkurve. Das Spiegelfrequenzproblem tritt nicht mehr auf.

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