Strahlungswiderstand
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Der Strahlungswiderstand ist eine Kenngröße von Antennen, die im Zusammenhang mit der abgestrahlten Leistung steht. Er ist Bestandteil des Fußpunktwiderstandes.
Erklärung
Erklärt wird der Wert an einer verlustlosen Antenne. Am Anschluß der Antenne wird eine HF-Spannung angelegt. In die Antenne fließt eine (Wirk-)Leistung, die dann von der Antenne komplett abgestrahlt wird. Wenn eine Leistung fließt, dann fließt auch ein Strom in die Antenne. Das Verhältnis von Spannung zu Strom ist rechnerisch ein Widerstandswert, es ist der sogenannte Strahlungswiderstand. Dieser ist abhängig von der Bauform der Antenne, den Abmessungen im Verhältnis zur Frequenz und der verwendeten Frequenz.
Das Gerät (z. B. Sender, PA), welches in die Antenne einspeist, "sieht" genau diesen Widerstandswert (Speisekabel vernachlässigt).
Ein Gedankenexperiment soll die Situation verdeutlichen: Der Verstärker, der in die Antenne speist, sieht nur den Antennenanschluß. Durch diesen Anschluß "verschwindet" die Leistung. Das die Leistung dann von der Antenne abgestrahlt wird, ist für den Verstärker nicht zu "sehen". Man kann also die Antenne gegen einen Widerstand austauschen. In diesem "verschwindet" ja auch Leistung. Wenn der Widerstandswert so gewählt wird, daß bei gleicher Spannung der gleiche Strom fließt wie bei der Antenne, dann "erscheint" für den Verstärker alles wie bei der Antenne. Der Wert dieses Widerstandes ist gleich dem Wert des Strahlungswiderstandes.
Bestimmte Antennenbauformen haben bestimmte Strahlungswiderstände. In [1] steht eine Tabelle mit den Werten für diverse markante Bauformen.
Einzelnachweise
- ↑ Karl Rothammel: Antennenbuch, Militärverlag der DDR 1984
