Schwingquarz
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Schwingquarze sind piezoelektrische Resonatoren mit hoher Güte und Stabilität der Resonanzfrequenz. Der Resonanzkörper besteht aus dem Mineral Quarz, daher der Name.
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Funktionsweise
Durch den Piezoelektrischen Effekt verformt sich ein Quarzkristall, wenn man eine Spannung anlegt. Umgekehrt entsteht an ihm eine Spannung bei Verformung des Kristalls. Von den elektrischen Anschlüssen her betrachtet verhält sich der Schwingquarz wie ein Schwingkreis. Man kann den Schwingquarz anstelle eines Schwingkreises in elektronischen Schaltungen einsetzen.
Anwendung und Vorteile
Typische Anwendungen sind die Schwingungserzeugung in Oszillatoren und die Filterung in Bandpässen. Die Resonanzfrequenz wird durch die mechanische Abmessung des Quarzkörpers bestimmt und ist deshalb sehr stabil gegenüber Alterung und Temperaturänderung. Die Stabilität ist deutlich höher als bei LC-Schwingkreisen. Die Resonanzkurve ist sehr steil und schmal. Das ermöglicht den Bau von Bandfiltern mit steilen Flanken und kleinen Bandbreiten.
Nachteil
Ein Nachteil gegenüber LC-Schwingkreisen besteht darin, daß sich die Resonanzfrequenz durch die äußere Beschaltung nur sehr geringfügig ändern lässt. Ein Quarzoszillator und ein Quarzfilter sind nicht durchstimmbar.
Anfangs wurden Schwingquarze aus dem natürlichen Mineral hergestellt. Seit etwa Mitte des letzten Jahrhunderts erfolgte eine Umstellung auf künstlich gezüchtetes Quarz [1].
Links
Einzelnachweise
- ↑ "Das Grosse Quarzkochbuch", unter: http://www.qsl.net/dk1ag/buch.html
