Schlitzantenne

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Der Typ der Schlitzantenne wurde 1938 von Alan Blumlein erfunden, als er für die Firma EMI arbeitete. Die von ihm erfundene Antenne war für UHF-Fernsehsender mit einer horizontalen Polarisation gedacht. Die Antenne sollte eine horizontale Rundstrahlcharakteristik sowie eine schmale vertikale Abstrahlungscharakteristik besitzen. Schlitzantennen werden aufgrund dieser Eigenschaften heute in Radarsystemen sowie Sektorantennen für GSM-Basisstationen eingesetzt.

Eine Schlitzantenne besteht aus einem Hohlleiter, also aus einem metallischen Profil, das an bestimmten Stellen mit einem Schlitz durchbrochen ist. Im Gegensatz zu einem schwingenden, gestreckten Dipol erfolgt die Resonnantbildung über die Unterbrechung des Hohlleiters in bestimmten Mustern. Man spricht daher auch von Komplementärdipolen.

Physikalisch liegt hier das Babinetsche Prinzip zugrunde, das eine Dualität der Feldausbreitung in Metallen und Dielektrika beschreibt, wenn sie ihre Strukturen gegenseitig stören. Das Babinetsche Prinzip kommt ursprünglich aus der Optik, kann aber auf die Antennentechnik übertragen werden, da es keine Einschränkung bezüglich des Frequenzbereiches macht und es sich bei Licht wie bei Antennen um Vorgänge im Zusammenhang mit elektromagnetischen Wellen handelt.

Links

Literatur

  • Blumlein, Alan (1938-03-07), "Improvements in or relating to high frequency electrical conductors or radiators", British patent no. 515684
  • Burns, Russell (2000). The life and times of A D Blumlein. Institution of Engineering and Technology. ISBN 0 85296 773 X.
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