Redundanz bei Daten

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Als Redundanz bezeichnet man den Teil von Daten, der keine Information trägt. Man kann die Redundanz aus den Daten entfernen und behält trotzdem die ganze Information.

Die Quellkodierung hat als ein wesentliches Ziel, Redundanz aus Daten zu entfernen oder die Redundanz zu verringern.

Beispiele

  • Eine Zahl beginnt immer mit der Ziffer 1. Da diese Ziffer "für immer" bekannt ist (ist Redundanz), kann sie bei der Übertragung weggelassen werden. Der Empfänger kann diese Ziffer "blind" hinzufügen und hat dann die kompletten Daten.
  • Ein Digitalmultimeter hat vier Stellen in der Anzeige. (Das negative Vorzeichen wird für dieses Beispiel weggelassen.) Der Anzeigewert kann über eine Kopplung in einen Rechner eingelesen werden. Die Ziffern werden im BCD-Format übertragen. Jede Dezimalziffer wird durch 4 Bit dargestellt. Somit sind 4 * 4 Bit = 16 Bit zu übertragen. Bei einigen Digitalmultimetern kann die erste Stelle nicht alle Werte von 0...9 annehmen. Bei unserem Multimeter kann die erste Stelle nur 0 oder 1 anzeigen. Das kann durch ein Bit dargestellt werden. Die restlichen drei Bit der BCD-Ziffer sind überflüssig, sie sind Redundanz. Diese Bits haben immer den Wert 0. Es reicht, 3 * 4 Bit + 1 Bit = 13 Bit zu übertragen.
  • Beim vorigen Beispiel enthalten auch die anderen BCD-Ziffern Redundanz. Mit 4 Bit könnten jeweils 24 = 16 Ziffern dargestellt werden, von denen aber nur 10 genutz werden. Die nicht genutzten Möglichkeiten stellen Redundanz dar, nur ist diese nicht so leicht zu entfernen, wie im vorigen Fall. Die Redundanz kann verringert werden, wenn die vom Multimeter angezeigte Zahl zur Übertragung in eine Dualzahl umgewandelt wird. Mit 11 Bit können 211 = 2048 Werte dargestellt werden. Das sind zwar immer noch mehr als die 2000 benötigten Werte (0000 ... 1999), aber es werden nur noch 11 Bit übertragen, 2 Bit weniger als im vorigen Beispiel.
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