Matchbox

Aus Amateurfunk Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Unter einer Matchbox versteht man ein variables Anpassglied, das vorzugsweise die Quellimpedanz einer Antenne mit Sender oder Empfänger verbindet und dabei Leistungs[anpassung] erzielt.

Gewöhnlich besteht eine Matchbox aus 2-3 veränderlichen Kapazitäten und Induktivitäten, die als L-, T- oder π-Glied geschaltet sein können.

Im Prinzip genügt zu beliebigen Impedanzanpassungen ein L-Glied, bei dem ein Blindwiderstand quer zum Signalpfad und der andere längs im Signalpfad liegt. T- und π-Glied setzten sich aber bei manuell bedienten Matchboxen durch, weil hier die Schaltung konstant bleiben kann. Beim L-Glied muss das Querelement immer auf der hochohmigeren Seite liegen.

Früher waren die Induktivitäten als Rollspulen oder Spulen mit umschaltbaren Anzapfungen ausgeführt, während als Kapazitäten fast ausschließlich Drehkondensatoren benutzt wurden.

Heute werden meist Automatik-Matchboxen eingesetzt. Die bestehen aus wertmäßig binär abgestuften Festinduktivitäten und Kondensatoren, die von einer mikroprozessor-gesteuerten Elektronik passend geschaltet werden. Automatik-Matchboxen werden gewöhnlich als L-Glieder ausgeführt - auf ein Relais mehr oder weniger kommt es hier nicht mehr an.

Die Steuergröße liefert eine Stehwellenmessbrücke. Dies bedeutet, dass Automatik-Matchboxen typisch in Systemen eingesetzt werden, die einen Sender enthalten.

Die meisten Matchboxen sind unsymmetrisch aufgebaut, passen also z.B. einen Sender mit 50-Ω-Ausgang an eine Groundplane an. Symmetrierglieder zwischen Matchbox und Antenne sind wegen der meist in hohem Maß variablen Impedanzen des symmetrischen Antennensystems problematisch. Deshalb werden, trotz der höheren Anzahl von variablen Induktivitäten und Kapazitäten, gerne symmetrische Matchboxen gebaut, die die Symmetrierung im 50-Ω-Bereich vornehmen.

Persönliche Werkzeuge