Mögel Dellinger Effekt
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Mögel Dellinger Effekt, Shortwave Fadeout (SWF) oder auch Sudden Ionospheric Disturbance (SID)
Besonders während eines Sonnenfleckenmaximums, das alle 11 Jahre auftritt, ereignen sich zum Teil massive Koronare Masseauswürfe auf der Sonne. Das bedeutet, daß es zu regelrechten Explosionen (Flares) kommt, und enorme Mengen an ionisiertem Gas und Strahlung ausgeworfen wird. Wenn der Masseauswurf der Erde zugewandt ist, wird dieses Gas in Richtung Erde geschleudert. Man spricht in so einem Fall von einem Sonnensturm.
Dadurch wird die D-Schicht der Ionosphäre auf der Tagseite der Erde stärker ionisiert, was wiederum zu einer höheren Dämpfung der Funkwellen führt. Dieser Effekt hat einen Totalausfall aller Kurzwellen DX Verbindungen zur Folge, wobei die niedrigeren Bänder stärker betroffen sind.
Die Dauer des Ausfalls kann zwischen wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden betragen. Funkverbindungen auf der Nachtseite der Erde sind nicht davon betroffen, da die von der Sonne ausgehende Röntgenstrahlung durch die Erde abgeschattet wird.
Dieses Phänomen wurde zuerst von Hans Mögel 1930 beschrieben und von Dr. John Howard Dellinger 1935 dem amerikanischen National Bureau of Standards vorgestellt.
