Ladung (elektrisch)
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Es ist eine Erfahrung des täglichen Lebens, dass Dinge geladen sein können. Der knisterne Pullover, die Haare, die sich aufrichten, wenn wir uns mit dem Kamm nähern oder den Schlag, den wir bekommen, wenn wir einen metallischen Gegenstand berühren, sind einige Beispiele solcher Erfahrungen.
Obwohl diese Phänomene bereits seit Jahrtausenden bekannt sind, haben Physiker erst im letzten Jahrhundert die Ursache bis ins Detail klären können. Wir wissen heute, dass die Elementarteilchen, aus denen die Welt besteht u.a. eine fundamentale Eigenschaft haben, die wir elektrische Ladung nennen. Dabei gibt es zwei Arten von elektrischer Ladung, die wir als positiv und negativ bezeichnen und die sich gegenseitig ausgleichen können.
Zwischen geladenen Teilchen wirkt eine Kraft, die bei Ladungen mit unterschiedlichen Vorzeichen anziehend und bei Ladungen mit gleichem Vorzeichen abstoßend ist.
Ladungemenge wird in der Einheit Coulomb gemessen. Diese Einheit ist nach dem französischem Physiker Charles Augustin de Coulomb (1736-1806) benannt, der sich u.a. intensiv mit der Messung von Kräften zwischen geladenen Körpern beschäftigt hat. Ein Coulomb (abgekürzt 1 C) ist die Ladungsmenge, die durch einen Leiterquerschnitt fließt, wenn durch diesen Leiter eine Sekunde lang ein Strom von einem Ampere fließt.
Die Ladungen, die die oben erwähnten Elementarteilchen tragen sind sehr viel kleiner. Man hat herausgefunden, dass es eine Elementarladung gibt, die nicht weiter in kleinere Teile geteilt werden kann. Alle ungebunden vorkommenden Elementarteilchen ganzahlige positive oder negative Vielfache dieser Elementarladung. Die Elementarladung selbst beträgt etwa C.
