Kurzwellenausbreitung

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Gehen wir einmal davon aus, dass eine Sendeantenne die Energie in Form elektro-magnetischer Schwingungen (Wellen) gleichmäßig in alle Richtungen in den Raum hinaus abstrahlt. Ein Teil dieser Wellen bewegt sich entlang der Erdoberfläche fort. Man nennt diesen Teil Bodenwellen. Alle übrigen Wellen nennt man Raumwellen, die an der Ionosphäre reflektiert werden.

Bild:Raumwelle_und_Bodenwelle.gif

Die Bodenwellen werden mit zunehmender Frequenz stark gedämpft. Hat die Bodenwelle im 80-m-Band noch etwa 100 km Reichweite, beträgt sie im 40-m-Band noch 50 km, im 20-m-Band 25 km. Die Bodenwelle hat für den Amateurfunk nur geringe Bedeutung. Sie wird im Lang- und Mittelwellenbereich ausgenutzt. Da die Bodenwelle bei Langwelle der Erdkrümmung folgt, wird sie zum Beispiel für den Zeitzeichensender DCF77 (77 kHz) ausgenutzt, so dass diese Funkwellen überall in Europa hörbar sind. Mehr zur Wellenausbreitung über die Wellenausbreitung der Raumwellen folgt in den nächsten Abschnitten.

Während die ionosphärischen Schichten D, E, F1 und F2 die Wellenausbreitung am Tage bestimmen, ist dies in der Nacht für die Fernausbreitung (DX) die F2-Schicht. Die für den DX-Verkehr verantwortlichen Schichten befinden sich in einer Höhe zwischen 200 und 500 km. Die D-Schicht sorgt für die Tagesdämpfung im 80- und 160m-Band. Hierdurch sind keine DX-Verbindungen möglich. Für eine gute Ausbreitung im 10m-Band in den Sommermonaten ist die E-Schicht zuständig.

Bild:Schichten-der-Ionosphaere.gif

Fragenkatalog

Klasse E

  • TI 101
  • TI 102
  • TI 103
  • TI 104
  • TI 106
  • TI 210
Persönliche Werkzeuge