IQ-Mischer

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Der I/Q-Mischer ist ein relativ modernes Konzept, welches das Auftreten von unerwünschten Mischprodukten vermeidet, in der Praxis zumindest deutlich reduziert.

Beim klassischen Mischer entsteht außer dem gewollten Mischprodukt mindestens noch ein weiteres, ungewolltes Mischprodukt. Bei Empfängern kommt es hierdurch zum Beispiel zum Spiegelfrequenzempfang.

Der I/Q-Mischer enthält zwei getrennte identische Mischer. Beide erhalten das gleiche Eingangssignal und werden mit der selben Hilfsfrequenz betrieben. Diese Hilfsfrequenz wird den Mischern allerdings mit einer unterschiedlichen Phasenlage zugeführt. Die Ausgangssignale beider Mischer enthalten nun jeweils das gewollte und das ungewollten Signal. Beide Mischer sind ja klassische Mischer. Wenn nun das eine Ausgangssignal ebenfalls noch um einen bestimmten Wert phasenverschoben wird, stehen die beiden Ausgangssignale der Mischer in einer interessanten Phasenlage zueinander. Die beiden Teilsignale auf der gewollten Frequenz sind gleichphasig und die beiden Teilsignale auf der ungewollten Frequenz sind gegenphasig. Beide Signalpfade werden nun addiert. Die gegenphasigen Teilsignale löschen sich bei der Addition aus, wodurch das Signal mit der unerwünschten Frequenz ausgelöscht wird. Die gleichphasigen Teilsignale werden durch die Addition verstärkt. Das erwünschte Signal kann am Ausgang des Addierers abgenommen werden.

Praktisch entstehen durch nicht ganz vermeidbare Unterschiede in den beiden Signalpfaden, den Phasenverschiebungen sowie der Addiererstufe Ungenauigkeiten bei den realen Signalen. Diese verhinderen eine vollständige Auslöschung des Signals mit der ungewollten Frequenz. Es kann aber doch deutlich reduziert werden.

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