Geradeausempfänger

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Der Geradeausempfänger ist das einfachste Konzept der Empfangstechnik. Da er sehr breitbandig empfängt, ist er heute kaum noch verbreitet. Sein Name kommt daher, weil die HF von der Antenne praktisch auf einer Ebene durch den Demodulator zum NF-Teil gelangt. Nach Einführung des Transistors arbeiten moderne Empfänger nach dem Prinzip der Frequenzmischung, zum Beispiel der Superhet- Empfänger.

Inhaltsverzeichnis

Einfacher Geradeausempfänger

Im Prinzip ist ein einfacher Detektor- Empfänger mit NF-Verstärker ein klassischer Geradeaus- Empfänger:
Ein Parallelschwingkreis aus Spule und Kondensator bildet die frequenz-bestimmende Baugruppe, eine Diode richtet die HF gleich (pulsierende Gleichspannung). Diese Spannungsänderungen werden verstärkt, so dass sie danach entweder die Membran eines Kopfhörers oder Lautsprechers bewegt. Daraus folgt, dass sich dieser Empfänger nur für die Modulationsart AM (Amplitudenmodulation) eignet.

Audion

Der Name geht auf den Erfinder des Audions, Lee De Forest, zurück. Das lateinischen Wort audio, "ich höre", steckt darin. Bereits 1907 wurde sein Audion patentiert. Die empfangene Hochfrequenz wird im Audion verstärkt und sofort demoduliert. Eine teilweise Rückführung des HF- Signals lässt eine Rückkopplung beginnen und so - feinfühlig eingestellt - führt sie zu einer starken Verstärkung und einer schmalen Selektion des empfangenen Signals. Dieses Prinzip eignet sich also sowohl für AM- als auch für SSB- Signale. Eine zu starke Rückkopplung führt zu einer verzerrten Wiedergabe und danach zu einer "Verstopfung" der Eingangsstufe. Wir haben hier auch einen kleinen AM- Sender vor uns, der die benachbarten Empfänger stören kann. Viele "Volksempfänger" verwendeten dieses Prinzip des Rückkopplungs- (Regenerativ-) Audion- Empfängers.

Direktmischer

Einen anderen Weg verfolgt das Prinzip des Direktmischers: Von der Antenne in der Eingangskreis wird die HF zunächst verstärkt. Die Empfangsfrequenz wird anschließend herausgefiltert. Der Vorteil daran ist, dass die Eingangsstufe nun nicht mehr durch entstehende Mischprodukte im Empfänger gestört wird. Nun wird im darauf folgenden Mischer die Frequenz des VFO dazu gemischt (eben die Frequenz, die man braucht, um den gesamten Abstimm- Bereich überstreichen zu können. Da Nachbarsender nun zu hohen NF- Schwingungen führen können, wird ein NF-Tiefpass vor den NF- Verstärker geschaltet, um Kreischen und Pfeifen zu unterdrücken.

Kennzeichnungen

Je nach Anzahl der diversen Kreise spricht man von Ein- Zwei- und Dreikreisern. Um aber eine genauere Kennzeichnung der einzelnen Stufen deutlich zu machen, hat sich eine Bezeichnung wie "0-V-1" eingebürgert. Während mit "V" das Audion gemeint ist ("Ventil"), bezeichnet die erste Ziffer die Anzahl der HF-Stufen und die letzte Ziffer die Zahl der NF- Stufen. Wir haben hier also einen Audion- Empfänger ohne HF- Stufe mit einer NF- Stufe vor uns - einen Detektorempfänger mit NF- Verstärkung. Ein 1-V-1 könnte der besagte Direktmischer (= Demodulator) mit einer HF- bzw. NF- Verstärekerschaltung sein.

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