Einfluss der Materialstärke bei einem Dipol

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Der Drahtdurchmesser führt zu einer mechanischen Verkürzung des Dipols. Auch das kannst Du berechnen:

Verkürzungsfaktor = Länge der Antenne / Durchmesser des verwendeten Materials

Das der Dipol im KW-Bereich einem anderen Verkürzungsfaktor als im VHF-Bereich unterliegt erkennt man bereits an dem Verhältnis aus Länge : Durchmesser.

Beipiel Kurzwelle:
Drahtdipol für das 40-m-Band (7 MHz), der Draht hat 2 mm Durchmesser

Länge der Antenne wird berechnet
LaTeX:  l = {150 \over 7,050\,\mathrm{MHz}} = 21,27\,\mathrm m


Nun kann das Verhältnis Länge zu Durchmesser berechnet werden
LaTeX: {21,27\,\mathrm m \over 0,002\,\mathrm m} = 10635


Beipiel VHF: Rohrdipol für das 2-m-Band (145 MHz), das Röhrchen hat 10 mm Durchmesser

LaTeX:  l = {150 \over 145\,\mathrm{MHz}} = 1,04\,\mathrm m


Nun kann das Verhältnis Länge zu Durchmesser berechnet werden:

LaTeX: {1,04\,\mathrm m \over 0,01\,\mathrm m} = 104


Du erkennst auf einen Blick, dass hier ein großer Unterschied (10.635 zu 104) besteht. Dieser Unterschied drückt sich dann auch im zu verwendenden Verkürzungsfaktor aus. Im 2-m-Band fällt dieser dann kleiner aus und liegt bei ca. 0,98.

Im KW-Bereich sind je nach Bauweise und verwendeter Frequenz an den Enden des Dipols Aufhängepunkte mit Isolatoren erforderlich. Dies führt an den Enden zu einer kapazitiven Belastung und somit stärkeren Verkürzung als z. B. im 2-m-Band.


Tipp: Die Blindwiderstandsänderung hängt zum großen Teil von dem Verhältnis Länge zu Durchmesser ab. Sie ist geringer bei der Verwendung von "dickem" Material. Bei der Verwendung dicker Materialien ist die Antenne somit breitbandiger...

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