Doppel-Zepp
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Doppel-Zepp(elinantenne)
Synonym für eine besondere Art des Dipols. Auch bekannt (hauptsächlich im Französischen) als „Levy“ oder „Doublet“. Im internationalen Sprachgebrauch (englisch) „Open Wire Feeder“, im Französischen: „Linge bifilaire“).
Geschichtliches
Entstanden aus der Zeppelinantenne, einer Schleppantenne, die bei den alten Luftschiffen verwendet wurde.
Bauform
Zwei Dipolschenkel gleicher Länge, in der Mitte gespeist durch eine offene, aus zwei parallelen Drähten geformte Speiseleitung.
Ausmaße der Antenne und der Speiseleitung:
beliebig, kann nach den Aufhängemöglichkeiten geplant werden, was auch eine Zufallslänge der symetrischen Speiseleitung (umgangssprachlich als Hühnerleiter bekannt) ermöglicht. Diese Antenne muss nicht resonant sein! Voraussetzung für das Funktionieren ist es, dass der Fußpunktwiderstand in der Mitte der Antenne gemessen/errechnet an den Ausgangswiderstand des Senders angepasst wird. Dieser Widerstand wird für jedes Band völlig verschieden ausfallen, er kann von einigen Ohm bis in den Kiloohmbereich gehen. Diese Konstruktion ist dadurch bedingt eine Antenne für den gesamten Kurzwellenbereich, aufzubauen ohne mechanische Verlängerungen oder Verkürzungen. Solche gute Eigenschaft hat natürlich ihre Grenzen, eine sehr kurze Antenne wird irgendwann in den Bereich eines zu kleinen Fußpunktwiderstandes kommen, der nicht mehr angepasst werden kann. Diese Eigenschaft hat ein sehr hohes Stehwellenverhältnis auf der Speiseleitung zur Folge. Anders als bei den üblichen Koaxkabeln mit festen Werten von 50 oder 75 Ohm spielt das jedoch keine Rolle. Es ist unüblich, das Stehwellenverhältnis (SWR =Standing Wave Ratio“) bei dieser Antennenform zu messen. Jetzt gilt es nur noch, die am Ende der Speiseleitung entstehende Impedanz dem Sender ( bei Amateurfunkgeräten = 50 Ohm) anzupassen. Deshalb erfordert diese Multiband- Antenne auch unumgänglich ein symmetrisches Antennenanpassgerät („Matchbox“, „ATU = Antenna Tuning Unit“)
Variante Verkürzte Doppel-Zepp
Die verkürzte Doppel-Zepp ist ebenfalls eine Variante, die leicht zu realisieren ist und auch gute bis sehr gute Ergebnisse auf den Bändern 80m - 10m liefert. Sie ist auch mit Einschränkungen auf 160m nutzbar.
Die Schenkellängen der Antenne betragen 2* 12,5m. Die Speiseleitung ist eine 300 Ohm-Bandleitung mit einer Länge von ebenfalls 12,5m. Diese Version einer Doppel-Zepp geht auf Rob Gurr, VK5RG zurück. Die verkürzte Doppel-Zepp kann auf allen Kurzwellenbändern abgestimmt werden. Für Betrieb auf 160m muss die 300 Ohm-Bandleitung am Ende kurzgeschlossen werden. Sie wird oft als Portabel-Antenne eingesetzt und als "Inverted V" aufgehängt und abgespannt.
Eine sehr gut funktionierende Doppelzepp in kurzer Bauform hat der OM Hille mit seinem „DL1VU-“Dipol beschrieben. Dieser besteht aus 2x 6,5 Meter plus „Hühnerleiter nach Bedarf“ und funktioniert mit Einschränkungen bis runter in das 80 Meter Band.
