Digitalmultimeter
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Digitalmultimeter sind billig und weit verbreitet. Was ist aber beim Kauf und bei der Handhabung zu beachten? Wie arbeiten sie?
Funktionsweise
Digitalmultimeter funktionieren nach dem Prinzip der "schrittweisen Annäherung" ("sukzessive Approximation"): Der elektronische Schaltkreis erzeugt eine ihm bekannte Referenz- Spannung und vergleicht sie mit der Messspannung, bis beide Spannungen übereinstimmen (meistens 0,2 Volt). Die Referenzspannung wird auf einer 3 1/2 oder 4 1/2 - Stellenanzeige angezeigt. 1/2 deshalb, weil die erste Ziffer keinen Wert von 0...9 annimmt, sondern entweder 0 oder 1, manchmal auch 2 oder 3.
Genauigkeit
Digitalmultimeter sind sehr hochohmig (meist 1 oder mehrere Megaohm). Damit kann im Spannungsbereich ein falscher Wert angezeigt werden. Dies trifft besonders auf die Messung z.B. eines leeren, aber unbelasteten Akkus zu. Andererseits belastet das hochohmige Gerät natürlich die Messspannung nur wenig und verfälscht sie damit auch nicht so sehr. Natürlich gibt es auch Unterschiede in der Messgenauigkeit: Zunächst einmal bleibt die letzte Stelle selten stabil stehen, sie "flackert". Das besagt die Angabe "+/- 1 Digit". Dann lohnt sich ein Blick auf die Messgenauigkeit. Hier sind +/- 0,5% schon ein guter Wert, wenn es sich um die Ablesegenauigkeit handelt (und nicht etwa auf den Messbereich bezogen ist). Faktisch bedeutet das z.B. im 20-Volt-Bereich: Angezeigt wird etwa 12,50 V, die Messspannung kann aber 0,125 V höher sein (12,625 + 0,01 wegen der letzten Ziffer) oder auch 0,125 V weniger sein (eben 12,375 -0,01 V). Im Extremfall - 2.000V-Bereich würden dann 11...13V wegen der letzten Ziffer angezeigt. Hinzu käme eine höhere Messungenauigkeit von +/- 1%. Gute DMM haben im Gleichspannungsbereich eine Abweichung von 0,3% - 0,5%. Im maximalen Spannungsbereich (1000V) oft schon 1%.
Bei Wechselspannung ist zu beachten, ob das DMM den Effektivwert oder den Maximalwert der Wechselspannung anzeigt. Ebenso spielt es eine Rolle, ob der Frequenzbereich z.B. mit 40 - 60 Hz oder mit 40 Hz bis 10 kHz angegeben wird. Die Genauigkeit liegt oft bei 1%.
Im Gleichstrom- oder Wechselstrombereich liegt die Genauigkeit oft schon über 1%. Auch hier sollte das vorher Geschriebene beachtet werden.
Im Widerstandsbereich liegt die Genauigkeit wieder bei 1%. Voraussetzung ist aber, dass der Widerstand ausgebaut und mit Prüfklemmen angeschlossen ist. Einen Sonderfall bietet die Dioden- Prüfung. Hier sollte überprüft werden, ob eine Durchlassspannung (auch Schwellspannung) erreicht wird und ob der rote Anschluß (eigentlich Pluspol) des Messgeräts wirklich positive Spannung führt.
