Conveniat

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Der ökumenische Freundeskreis von Funkamateuren im kirchlichen Dienst

Funkamateure verschiedener Berufsgruppen haben sich häufig weltweit organisiert und frönen dem Hobby zusammen mit dem gemeinsamen beruflichen Hintergrund.

Das erweitert die Gesprächsthemen und den Horizont. So haben auch kirchliche Mitarbeiter der grossen christlichen Kirchen in Europa dies gesehen und sich schon im letzten Jahrhundert irgendwie im Äther getroffen.

Der Beginn

Der 26.10.1961 darf als Beginn des Conveniats verzeichnet werden, denn da trafen sich erstmals zum QSO Richard Schroth DL3EB (sk), Reinhold Sturzenhecker DJ5SJ, Alfons Hofmeister DJ6JH (sk) und Hans Chmielus DJ1IJ auf 80m.

Weitere Mitglieder waren Herbert Günther DJ5BU und Reinhard Mathei DL6JU (sk), nun traf man sich einmal pro Woche am Donnerstagmorgen im 80-Meter-Band.

Das Wort "CONVENIAT", das ein geläufiges Wort für die monatliche Zusammenkunft der Geistlichen ist, hat für unsere QSOs wohl DJ6JH gefunden.

Wie man aus den Rufzeichen der ersten Jahre erkennen kann, trafen sich bei 3.720 kHz zumeist katholische Mitbrüder, die voneinander wussten, aber auch mit der Opposition der Amtskirche zu tun hatten.

Wie kann ein Pfarrer nur solch ein skurriles Hobby haben !

Aus dem Logbuch von DJ1IJ geht hervor, dass die Gruppe klein war, dass aber immer Gäste hinzukamen, insbesondere aus dem INTER-QSO, dessen aktivste Stationen DL3BJ, DL3KT und DL6JU, alle aus Paderborn, waren.

1963 wurde Cäcilia, DL9CS, die bekannte Ordensfrau und Blindenlehrerin in Paderborn Mitglied.

Recht schnell bemerkten lizensierte evangelische Pfarrer, Kirchenmusiker, Religionslehrer usw. was sich auf dem Band tut und gesellten sich dazu.

Das gemeinsame Hobby und die Verbundenheit mit ihrer jeweiligen Kirche passten wunderbar zur Toleranz und weltweiten Freundschaft im Amateurfunk.

1966 kamen die ersten Schweden hinzu, der erste ökumenische Kontakt wurde geknüpft mit Jan, SM4BTY, damals Pastor der schwedischen Hochkirche und Lars, SM5B0E. Er hat das erste Conveniatdiplom mitgestaltet.

1967 stiess der erste Däne OLAF, 0Z20M (sk) Pastor auf Bornholm zu uns.

Unsere Entwicklung

1970 haben wir 54 Mitglieder auf, darunter ET3RB, F3KE, G3SXF, HAOLC, HB9ZM, HV3SJ, LA2DM, 0E2HPL, 0E3FFA, OE6MAG, OE8AY, 0220H, PAOACL, PA0ACM, SM4BTY, SM5BOE, 9Q5JV also international, ökumenisch und weltweit. Am 20.10.74 zählt unsere Runde 76 und 1976 99 Mitglieder.

Am 1981 zählt das Conveniat 140 Mitglieder, 11 Pfarrei -und Clubstationen und 13 Freunde im Freundeskreis. 1985 haben wir schon 175 Mitglieder.

Im Jubiläumsjahr 2011 sind wir 190 Funkfreunde zzgl. 14 Schul- und Clubstationen, darunter unser Clubcall DF0CON seit 1986.

9 Stationen sind davon in der Mission in Afrika und Südamerika beschäftigt. Einer von ihnen ist Einheimischer.

Ein grosser Freudeskreis begleitet unsere wöchentlichen Treffen per Funk und Jahrestreffen im Kloster Kreuzberg in der bayerischen Rhön.

Conveniat-Jahrestreffen

Kaum hatten sich die Mitglieder des Conveniats im 80 m Band gefunden, erhob sich der Wunsch nach einem visuellen QSO.

Aus dienstlichen Gründen bot sich die Woche nach Ostern an.

  • 1967 und 1968 waren die ersten Treffen in Paderborn.
  • 1969 bei DL20R, Karl Nielsen, in Störmede mit dem Präsidenten des DARC, OM Schultheiss.
  • 1970 bei DJ2FX, Heinz in Dorsten
  • 1971 war DK3SJ, Jürgen in Marburg unser Gastgeber
  • 1972 in Gesmold bei Osnabrück bei Wolfgang, DK2ZJ
  • 1973 zum ersten Mal im Franziskanerkloster auf dem Kreuzberg bei Friedbert DL4NF
  • 1974 DK3MP, Martin arrangierte unser Treffen in Neuss-Langwaden:
  • 1975 Vogelsburg bei Volkach, 25 Teilnehmer und 6 Gäste
  • 1976 Friedbert DL4NF lädt zum 2. Kreuzbergtreffen ein, 38 kamen
  • 1977 Redemptoristenkloster in Salzgitter
  • 1978 wieder auf dem Kreuzberg
  • 1979 Königsteiner Treffen im Taunus
  • 1980 bis heute im Franziskanerkloster Kreuzberg in der bayerischen Rhön


Unsere Diplome

Da in den 60iger Jahren in den USA ein Padre-Award herausgegeben wurde, folgten wir der Anregung zum European-Padre-Award und nannten es im Untertitel "Conveniat-Diplom". 440 OM haben dieses im Laufe der Jahre erworben.

Im Herbst 1972 haben wir das Diplom neu gestaltet in Farbe, Format, Stil und Text.

Fischer in einem Boot: die einen rudernd, andere mit dem Segel beschäftigt: die gemeinsame Arbeit, Ökumene und Seelsorge durch den Brücken bauenden Amateurfunk.

Bis zum 31.12.69 haben wir insgesamt 269 Diplome ausgegeben. Bis Ostern 1978 wurden in 11 Jahren über 1.000 Diplome verschickt.

Der Erlös ist immer zur Unterstützung unserer Missionare bei der Anschaffung von Antennen und Funkgeräten bestimmt.

Dank Intervention von Karl Nielsen DL20R wurde 1979 unser CONVENIAT-DIPLOM vom DARC anerkannt

DG6NAE, Ferdinand Müller, erwirbt 1980 das 1000. UKW-Conveniat-Diplom. Winfried DL2MBJ erhielt 1996 das Conveniat Diplom 2000.

Jörg, DL8AM, vormals DC0UP, hat uns 1982 ein neues Conveniatdiplom entworfen. Nun haben wir unser Diplom schon in einer dritten Fassung.

1983 berichtet der Diplommanager DB3AE Gerhard Richter: 182 Diplome wurden in den letzten 12 Monaten versandt: 113 auf 2m, 66 auf KW, 2 auf 70 cm und 1 RTTY-Diplom.

2.100 DM werden aus der Kasse an die Mitglieder in den Missionen vergeben.

Das Conveniat hat 1996 ein neues Diplom, das aufwendigste, das es je gab. Im diesem Jahr wurden 56 Diplome ausgegeben, davon 2 auf Packet und 1 Pactor

Funkbetrieb

Das Conveniat trifft sich sonntags und dienstags um 22 Uhr Ortszeit in DL im 80m Band bei +/- 3.720 kHz.

Dazu sonntags um 21.30 Uhr auf Echolink via *DARC*.

Wir freuen uns auf Gäste und verteilen auch gerne Pünktchen für unser Diplom.

Links

Alles weitere über das Conveniat finden Sie unter

CP8AL Alex im Jahr 1986

Das Conveniat ist 50. Hans DJ1IJ erzählt

Das Conveniat ist 50. Ex-Missionar TL8MS erzählt

Unsere Verstorbenen:

Persönliche Werkzeuge