Bandbreite

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Als Bandbreite bezeichnet man einen Abschnitt im Frequenzbereich, in dem der Wert eines bestimmten Parameters einen bestimmten Wertebereich nicht verlässt.

Der Frequenzbereich wird durch die untere und die obere Grenzfrequenz eingegrenzt. Teilweise gibt es nur die untere oder die obere Grenzfrequenz. Im ersten Fall reicht die Bandbreite (theoretisch) bis zu unendlich hohen Frequenzen. Im zweiten Fall beginnt die Bandbreite bei der Frequenz 0 Hz.

Meistens ist der betrachtete Parameter der Betrag der Übertragungsfunktion (Verstärkung, Dämpfung). Die maximale Verstärkung darf nur auf einen bestimmten Wert, meistens auf den LaTeX: sqrt(1/2) fachen Wert, abfallen. Die minimale Dämpfung darf nur auf einen bestimmten Wert, meistens auf den LaTeX: sqrt(2) fachen Wert, ansteigen. Die Frequenzen, bei denen dieser Wert erreicht und anschließend überschritten wird, sind die Grenzfrequenzen.

   LaTeX: sqrt(1/2) \approx -3 \, dB \qquad \qquad \qquad sqrt(2) \approx 3 \, dB

Deshalb wird in der Praxis meistens mit dem Wert "3 dB" gearbeitet.

In einigen Fällen gelten andere Grenzwerte, z. B. 6 dB.


Praktisches Beispiel

Bei einem einfachen Tiefpass ( z. B. RC-Tiefpass) gibt es nur die obere Grenzfrequenz. Bei der Frequenz 0 Hz ist die Dämpfung am geringsten. Mit höher werdender Frequenz nimmt die Dämpfung zu und erreicht bei der oberen Grenzfrequenz den LaTeX: sqrt(2) fachen Wert der minimalen Dämpfung. Die Dämpfung ist um (annähernd) 3 dB grösser geworden. Bei Frequenzen oberhalb der oberen Grenzfrequenz ist die Dämpfung noch höher.

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