Antennenkabel

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Als Antennenkabel wird das Kabel zwischen Antennen und Funkgerät (HF-Generator) bzw. Empfänger bezeichnet. Es geht dabei die Strecke zwischen möglichst hoch und frei stehender Antenne und dem möglichst geschützt und bequem stehenden Funkgerät zu überwinden. Dabei sind mechanische und HF-elektrischen Eigenschaften zu beachten. Sehr häufig genutzt werden koaxiale Kabel, die sich recht unkompliziert verlegen lassen. Offene Speiseleitungen, wie die Hühnerleitung, sind in dieser Hinsicht problematischer, können aber Vorteile hinsichtlich HF-Eigenschaften bieten.

Antennenkabel haben wie jedes Kabel eine Dämpfung, die mit der übertragenen Frequenz ansteigt. Die Kabeldämpfung wird von den Materialien im Kabel beeinflusst. Besonderen Einfluss hat jedoch das Dielektrikum, also das Isoliermaterial zwischen Leiter und Gegenleiter.

Weiterhin ist in Zusammenhang mit dem Sendebetrieb die übertragbare Leistung zu beachten. Dünne Kabel mit hoher Dämpfung können durch hohe Leistung beschädigt werden.

Bei besonders hohen Frequenzen im Gigahertzbereich (Beispiel: Definition HAMNET) ist es üblich, die Zuleitungen so kurz wie möglich zu halten und die Sender direkt an oder sogar in die Antenne zu integrieren.

Aus der Sat-TV-Technik ist die LNB-Technik bekannt, bei der bereits an der Antenne das Empfangssignal durch einen Vorverstärker verstärkt und auf eine niedrigere Frequenz konvertiert wird, die dann vom Koaxialkabel nicht mehr so stark gedämpft wird.

Symmetrische Leitungen (Hühnerleiter)

Symmetrische Antennen-Speiseleitungen sind zwei Drähte die durch Spreizer (Isolatoren), von einander in einem bestimmten Abstand gehalten werden. Sie werden im Sprachgebrauch häufig als Hühnerleiter bezeichnet, da sie mit den Leitern des Federviehs leichte Ähnlichkeit aufweisen und meist eine ähnliche Ausrichtung - schräg nach oben - haben.

Der Strom fließt gleichmässig auf beiden Leitern, nur eben einmal mit positiver und einmal mit negativer Richtung.

Der große Vorteil von symmetrischen Leitungen ist, daß Störimpulse die von aussen auf das Kabel, also beide Leitungen gleichmäßig einwirken, durch die differnzielle Auskopplung keine Störungen im Empfänger hervorrufen (siehe symmetrische Signale in der Veranstaltungstechnik/Studiotechnik).

Kaufbare symmetrische Speiseleitungen haben üblicherweise einen Wellenwiderstand von 240 oder 450 Ohm. Da man solche Leitungen relativ leicht selber herstellen kann, kann durch Wahl der geeigneten Abmessungen der Wellenwiderstand in gewissen Grenzen variiert werden.

In der Regel wird beim Selbstbau ein Abstand von 100mm und eine Drahtstärke von ca 1mm benutzt.

Asymmetrische Leitungen (Koaxialkabel)

Asymmetrische Leitungen werden auch Koaxialkabel genannt. Koaxialkabel transportieren ihre Information nur im Innenleiter, der Aussenleiter dient nur als Massepotential beziehungsweise Abschirmung. Störungen werden durch die Abschirmung, die es nicht nur als einfaches Geflecht, sondern auch mehrschichtiges und zusätlich als Alufolie gibt, abgehalten. Doppelt-abgeschirmtes Kabel hat eigentlich immer ein Dielektrikum zwischen den Schirmungen, wenn sich Geflecht und Folie berühren, spricht man fälschlicherweise vom doppelt-abgeschirmten Kabel.

Hier sind Dämpfungswerte gängiger Koaxialkabel:

Bezeichnung Durchmesser Biegeradius 10 MHz 145 MHz 1,3 GHz 2,4 GHz ()
RG58C/U 4,95 mm 25 mm 4,1 dB 17,8 dB 33,2 dB 64,5 dB 100 dB
RG213/U 10,30 mm 50 mm 1,8 dB 8,5 dB 15,8 dB 30,0 dB 47 dB
Aircell 5 5,00 mm 30 mm 3,0 dB 11,9 dB 20,9 dB 39,0 dB 49,87 dB
Aircell 7 7,30 mm 25 mm 2,2 dB 7,9 dB 14,1 dB 26,1 dB 38 dB
Aircom Plus 10,30 mm 55 mm 1,9 dB 4,5 dB 8,2 dB 15,2 dB 21,5 dB
Ecoflex 10 10,20 mm 44 mm 1,2 dB 4,8 dB 8,9 dB 16,5 dB 23,1 dB
Ecoflex 15 14,60 mm 150 mm 0,86 dB 3,4 dB 6,1 dB 11,4 dB 16,0 dB
H1000 10,30 mm 75 mm 5,1 dB 9,1 dB 18,3 dB 26,6 dB
H2000 FLEX 10,30 mm 50 mm 1,2 dB 4,8 dB 8,5 dB 15,7 dB 21,6 dB
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