Antennengewinn
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Der Antennengewinn G ist eine relative Grösse, die die Bündelung der Abstrahlung einer Antenne und deren innere Verluste berücksichtigt.
Der Gewinn ergibt sich aus dem Vergleich zwischen einer Bezugsantenne (1) und der betrachteten Antenne (2). Bei den Antennen wird die Stärke der Abstrahlung in der Hauptstrahlungsrichtung bei gleicher Eingangsleistung miteinander verglichen. Hat die betrachtete Antenne (2) in der Hauptrichtung eine stärkere Abstrahlung als die Bezugsantenne (1), so hat die betrachtete Antenne (2) einen Gewinn > 1. Durch die Verwendung der Antenne (2) gewinnt man Strahlungsstärke.
Als Bezugsantenne werden alternativ zwei Formen verwendet, der Isotropstrahler und der Halbwellendipol.
Der Isotropstrahler strahlt gleichmäßig in alle Richtungen (Kugelstrahler). Er ist mathematisch leicht zu behandeln. Die abgestrahlte Leistung verteilt sich gleichmäßig über die Oberfläche einer Kugel um die Quelle. Ein idealer Isotropstrahler für Hochfrequenz ist praktisch kaum oder sehr schwer zu realisieren.
Der Halbwellendipol hat bereits eine Richtwirkung. Er ist mathematisch deutlich komplizierter als der Isotropstrahler, praktisch jedoch wesentlich leichter zu realisieren.
Um die Bezugsantenne bei der Gewinnangabe erkennen zu können, muss ein Index verwendet werden:
- bezogen auf Isotropstrahler:
oder
oder
- bezogen auf Halbwellendipol:
oder
oder
Der Halbwellendipol hat im Vergleich zum Isotropstrahler bereits einen Gewinn:
[1]
Da die Bezugsantennen (1) verlustfrei angesetzt werden, die betrachtete Antenne (2) einen inneren Verlust hat, berücksichtigt die Gewinnangabe diesen Verlust mit.
Einzelnachweise
- ↑ K. Rothammel: Antennenbuch, Militärverlag der DDR 1984
